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Guten Appetit: Neben den Klassikern gibt es heuer erstmals auch vegane Kost auf dem Sommerfest.

Vom 22. bis 31. Juli

Geretsrieder Sommerfest lockt mit neuen Attraktionen

Geretsried – Zum sechsten Mal übernimmt der Allgäuer Wirt Jochen Mörz zusammen mit seiner Tochter Nadine die Gastronomie des Geretsrieder Sommerfests. Bei einem Weißwurstfrühstück im Keller des Rathauses verriet der 59-Jährige, warum er heuer auf mehr Besucher hofft.

Im vergangenen Jahr hielt sich der Andrang an vielen Tagen so sehr in Grenzen, dass Bürgermeister Michael Müller im Rahmen der jüngsten Bürgerversammlung sogar die Fortführung des zehntägigen Festes infrage stellte. Davon war am Mittwoch nicht mehr die Rede. „Die Stadt möchte an diesem Volksfest festhalten“, bekräftigte Müller. „Deshalb wäre es schön, wenn es die Bürger auch annehmen.“

Am Samstag, 30. Juli, ab 13.30 Uhr findet im Festzelt die Schafkopfmeisterschaft des Geretsrieder Merkur statt. Zu gewinnen gibt es 500 Euro in bar sowie weitere attraktive Preise. Karten gibt es für 15 Euro an der Tageskasse oder für 13 Euro im Vorverkauf: Geschäftsstelle des Geretsrieder Merkur, Pfaffenrieder Straße 9, in Wolfratshausen, Schafkopf-Hotline 0 80 42/91 83 22 und www.schafkopfen.com.

Mit Festwirt Mörz hat man sich deshalb geeinigt, das Großereignis um eine Woche vorzuziehen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass gerade in der ersten Schulferienwoche schon viele Familien verreist sind. Zudem sind auf dem diesjährigen Sommerfest mit dem „Musik Express“ (eine rasante Berg- und -Talfahrt) und dem „Phoenix“ (eine fangarm-ähnliche Konstruktion, die sich in die Höhe schwingt) zwei neue Fahrgeschäfte der renommierten Schaustellerfamilie Staudenrausch vertreten. Um auf das attraktive Programm aufmerksam zu machen, rührt die Stadt früher als sonst die Werbetrommel. Das bisherige männliche Plakatmodel wurde durch eine attraktive Blondine ersetzt, die aus einem vollen Maßkrug trinkt. „Die junge Dame ist ein echter Blickfang“, meinte Anita Zwicknagl vom Kulturamt.

Dennoch wurde das Konzept nicht vollkommen umgekrempelt, bewährte Traditionen wurden beibehalten. So beginnt das Sommerfest wie immer am Freitag (22. Juli) um 18 Uhr mit einem Standkonzert auf dem Karl-Lederer-Platz und dem anschließenden Festzug zur Jahnstraße. Da diesmal auch eine große Delegation aus der französischen Partnerstadt Chamalières erwartet wird, spendiert die Stadt am Karl-Lederer-Platz allen Bürgern Freibier.

Die ersten Fässer im Zelt werden dann Bürgermeister Müller und sein französischer Amtskollege Louis Giscard d’Estaing anzapfen. Zum Erfolg des Festes soll erneut die Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Brauhaus Tegernsee beitragen, obgleich der Bierpreis laut Gebietsverkaufsleiter Andreas Raps aufgrund der steigenden Rohstoffpreise erneut leicht angehoben werden musste. Die Maß kostet nun 8,50 Euro – im Vorjahr waren es 8,30 Euro. Das halbe Brathendl ist in diesem Jahr für 8,40 Euro (Vorjahr 7,90 Euro) zu haben. Wer darauf keine Lust hat, findet in diesem Jahr sogar erstmals vegane Kost – wie beispielsweise einen Bohnenstrudel – auf der Speisekarte.

Musikalisch kommen beim Sommerfest vor allem Freunde der Blasmusik und Fans von Partyhits auf ihre Kosten. Die Lokalmatadoren der Gartenberger Bunkerblasmusik bucht Wirt Mörz auch für Feste in anderen Städten. Der ehemalige Eishockey-Nationalspieler arbeitet seit 30 Jahren im Festplatzgewerbe und veranstaltet pro Jahr rund 15 Volksfeste in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich. Das Geretsrieder Zelt fasst rund 1700 Besucher. Hinzu kommt ein Biergarten mit 1000 Plätzen. So spricht auch heuer nichts gegen einen Besuch des Sommerfestes, zumal der Bierpreis im Vergleich zu französischen Volksfesten äußerst moderat erscheint. Mörz: „Dort kostet die Maß 16 Euro, und trotzdem trinkt jeder Besucher pro Tag im Schnitt 2,8 Liter.“

Das detaillerte Programm finden Sie in der Donnerstagausgabe des Geretsrieder Merkur oder auf der Homepage der Stadt: www.geretsried.de

von Peter Herrmann

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