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Abgebrochene Frauenstatue: Die mittlere der drei Wasserträgerinnen, die seit Anfang der 1960er Jahre am Karl-Lederer-Platz stehen, ist in der Nacht auf Freitag schwer beschädigt worden. Ob sie je wieder aufgestellt werden kann, ist fraglich.

Idee eines Geretsrieders

Bürger sollen für zerstörte Wasserträgerin spenden

Geretsried - Wie geht es mit der zerstörten Brunnenfigur am Karl-Lederer-Platz weiter? Ein Bürger hat nun eine ausgefalle Idee, um den Schaden zu beheben.

Die drei Brunnenfiguren am Karl-Lederer-Platz sollten als Ensemble erhalten bleiben. Das forderte CSU-Ortsvorsitzender Ewald Kailberth beim Stammtisch seiner Partei. Eine der „drei Grazien“ ist wie berichtet in der Nacht auf den 20. November von Unbekannten umgeworfen und mutwillig zerstört worden. Jetzt wird diskutiert, wie es mit dem Ensemble weitergehen soll.

Kailberth nannte die Tat einen „Anschlag auf eines unserer Wahrzeichen“. Ex-CSU-Stadtrat Harald Sachers berichtete von einem Gespräch mit dem Bidlhauser Alf Lechner. Dieser habe ihm einmal nahegelegt, die Stadt solle die Wasserträgerinnen gut schützen und erhalten. Die Kunstwerke von Wilhelm Srb-Schloßbauer seien für die Epoche sehr hochwertig. CSU-Stadtrat Franz Wirtensohn plädierte ebenfalls dafür, die dritte Skulptur wiederherzustellen oder nachzubilden. „Es werden auf jeden Fall Mittel im Haushalt eingestellt“, versprach Bürgermeister Michael Müller. Eine neue Figur würde schätzungsweise 40 000 Euro kosten.

Bürger könnten für Figur spenden

Werner Sebb schlug vor, die zerbrochene Figur aus Travertin durch eine stabile Bronzefigur zu ersetzen. Das symbolisiere, dass in der Stadt „andersartige Menschen“ lebten und sich integrierten. Nikolaus Sappl vermutete, dass die Bevölkerung zu Spenden bereit sei. „Viele ältere Bürger identifizieren Geretsried mit den drei Grazien und würden sicher etwas geben.“

tal

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