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Begutachteten den befestigten Uferbereich (v. li.) Joachim Kaschek (Landratsamt), Oberflussmeister Helmut Henkel und Peter Gröbl vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim.

Wasserwirtschaftsamt

Abrutschgefahr ist gebannt: Isar-Hochufer wird gesichert

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Es kommt nicht oft vor, dass ein Verein kostenlos einen Grundstücksstreifen abtritt, und das auch noch gerne. Der Geretsrieder Tennisclub hat es getan. Aus gutem Grund: Der schmale Streifen hilft dabei, das Ufer der Isar zu sichern – und damit auch die Zukunft des Tennisclubs.

Geretsried – Das Gebiet am Rande der Pupplinger Au ist ein Traum für Naturschützer. Die Isar kann sich in ihrem Flussbett hin- und herbewegen und sich immer wieder einen neuen Verlauf suchen. Dies birgt aber auch Gefahren. Schon vor 30 Jahren knabberte die Isar in diesem Bereich das Ufer an. Bei Hochwasser bestand stets die Gefahr, dass ein Teil der Böschung abrutscht, der öffentliche Wanderweg in den Fluten versinkt und das Clubhaus geräumt werden muss.

Das Wasser prallt mit voller Wucht gegen das Ufer

Vor 14 Tagen änderte die Isar mal wieder ihren Flusslauf, seither prallt das Wasser mit voller Wucht gegen das Ufer unterhalb der Tennisplätze. „Es ist gerade so, als ob die Isar gewusst hätte, dass das Ufer jetzt befestigt ist“, sagte Tennisclub-Vorsitzender Klaus Köhler schmunzelnd, als die Maßnahme am Dienstag offiziell abgenommen wurde.

1300 Tonnen Granitsteine und 750 Tonnen Füllmaterial

Peter Gröbl vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim gab einen Überblick darüber, welche Bauarbeiten in den vergangenen Monaten über die Bühne gegangen sind. Zwischen dem 16. Januar und dem 24. Februar sei an 27 Tagen auf einer Uferlänge von 122 Metern gearbeitet worden. „Es ist ziemlich zügig gegangen“, erklärte Oberflussmeister Helmut Henkel. Die Bagger seien 350 Stunden im Einsatz gewesen. Sie verbauten 1300 Tonnen Granitsteine und 750 Tonnen Füllmaterial. 

Bauarbeiten waren oft nicht einfach

Um die Vegetation während der Baumaßnahmen so wenig wie möglich zu strapazieren, wurden die Wasserbausteine über Holzstämme hinab an den Flusslauf befördert. Die kalkulierten Kosten von 100 000 Euro wurden nahezu exakt eingehalten. Dabei waren die Bauarbeiten oft nicht einfach. So erwies sich die Zufahrtsstraße für die Sattelschlepper als zu eng. Deshalb mussten Bagger die Lkw-Anhänger um die Ecken schieben.

So naturschonend wie möglich umgebaut

Hochzufrieden mit dem Ablauf der Bauarbeiten zeigte sich Joachim Kaschek von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt. „Die Minimierung des Eingriffs ist sehr gut gelungen“, befand er. „Der Umbau ist so naturschonend wie möglich erfolgt.“ Der Zeitpunkt sei in jeder Hinsicht sinnvoll gewählt worden. Zum einen gehören der Januar und Februar nicht zur Hochwassersaison, zum anderen hat die Vogelbrut-Zeit noch nicht begonnen, auch die Fische haben noch nicht gelaicht.

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