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Florian Stevens hält die Sprechstunde im Rathaus ab.

Ab sofort monatliche Sprechstunde

Stadt Geretsried wird zum Energiestützpunkt

Geretsried - Es war ein Wunsch der Stadtleitbild-Gruppe Energie: Die Verbraucherzentrale Bayern richtet im Geretsrieder Rathaus einen Energieberatungs-Stützpunkt ein.

Florian Stevens, der in Dietramszell ein Planungsbüro für energieeffizientes Bauen betreibt, wird vom 16. Oktober an jeden dritten Donnerstag im Monat eine Sprechstunde anbieten.

Wer eine neue Heizung braucht, ein Haus bauen oder als Mieter seine Energiekosten senken möchte, kann sich an den Fachmann wenden. „Auch wenn es ums Stromsparen, um die Nutzung von Sonnenenergie oder staatliche Förderprogramme geht, helfe ich gerne“, erklärte Stevens bei der Vorstellung des Projekts im Rathaus. Schimmel in der Wohnung, Wärmedämmung und viele andere Themen könnten mit ihm besprochen werden.

Der Service sei anbieter-unabhängig, betonte Klaus Müller, Energiekoordinator der Verbraucherzentrale Bayern. Eine Dreiviertelstunde koste 7,50 Euro. Der Start des neuen Angebots sei möglich geworden durch die Zusammenarbeit mit der Energiewende Oberland, dem Einsatz der Stadtverwaltung und den Bürgern der Leitbild-Beteiligungsgruppe, so Müller. Einen Energiestützpunkt in der Nähe gibt es bereits in Penzberg, ein weiterer ist in Bad Tölz geplant. Die Geretsrieder Anlaufstelle stehe auch Bürgern aus den umliegenden Gemeinden zur Verfügung.

Ganz neu ist die Energieberatung nicht. Wie Müller berichtete, führte die Verbraucherzentrale sie bereits Ende der 1970er Jahre im Zuge der Ölkrise deutschlandweit ein. Die neuen Stützpunkte würden vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Deshalb könne der Kostenbeitrag für die Bürger so niedrig gehalten werden. Für Menschen mit geringem Einkommen sei ein Gespräch sogar kostenfrei.

Über die Gespräche hinaus bietet die Verbraucherzentrale Energie-Checks vor Ort an. Der Basis-Check ist für Wohnungseigentümer und Mieter geeignet. Strom- und Wärmeverbrauch werden zu Hause geprüft und Einsparmöglichkeiten genannt. Kosten: zehn Euro pro Stunde. Beim Gebäude-Check erhalten Hauseigentümer zusätzliche Informationen über die Haustechnik, den baulichen Wärmeschutz und die Nutzbarkeit erneuerbarer Energien. Kosten: 20 Euro für zirka zwei Stunden. Wer schließlich seinen Brennwertkessel überprüfen lassen möchte, kann den Brennwert-Check in Anspruch nehmen. Kosten: 30 Euro für zwei Termine à zwei Stunden.

Bürgermeister Michael Müller sagte, er freue sich über die neue Informationsmöglichkeit für die Bürger. Die Stadt versuche in Sachen Energiewende mit gutem Beispiel voranzugehen, indem sie ihr neues Schwimmbad und die neue Kindertagesstätte am Künnekeweg energetisch plane. In der Vergangenheit seien bereits einige Gebäude wie die Sozialeinrichtung Haus Klara an der Jeschkenstraße energetisch saniert worden. Die Beleuchtung entlang der Hauptstraßen sei auf LED umgestellt worden. Bis 2020 wolle man es schaffen, mindestens 50 Prozent des städtischen Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken.

Privat möchte Rathauschef Müller ebenfalls etwas tun: Er kündigte an, als einer der ersten Energiestützpunkt-Nutzer den Basis-Check für Mieter in seiner Wohnung vornehmen zu lassen. (tal)

Energieberatung

Ab dem 16. Oktober wird jeden dritten Donnerstag im Monat von 13.30 bis 18 Uhr eine Sprechstunde im ersten Stock des Rathauses (Zimmer 26) angeboten. Eine vorherige Anmeldung unter Telefon 0 81 71/62 98 15 oder 08 00/8 09 80 24 00 ist erforderlich.

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