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In Feierlaune: Die HSG-Handballer posieren nach dem geschafften Aufstieg fürs Meisterfoto. 

Klarer Sieg über Partenkirchen

HSG-Männer steigen in die Bezirksliga auf

Nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr. Spieler lagen sich in den Armen, die gut 300 Fans hatte es schon in den Minuten zuvor nicht mehr auf ihren Sitzplätzen gehalten. Jetzt feierten sie lautstark mit. 

Geretsried/Wolfratshausen Im letzten Heimspiel der Saison hatten die Männer der HSG Isar-Loisach mit einem 33:24-Sieg gegen den TSV Partenkirchen den Aufstieg in die Bezirksliga klargemacht. Auf dem HSG-Team lastete im Vorfeld der Partie großer Druck: Zwei Punkte gegen den Tabellendritten aus dem Werdenfels benötigte die Mannschaft, um sich die Meisterschaft zu sichern. Ansonsten hätte es im letzten Match beim daheim bislang ungeschlagenen TV Immenstadt II diese Zähler holen müssen. Doch das Team von Markus Goblirsch behielt die Nerven. „Genau dann haben wir unsere beste Saisonleistung abgerufen“, freute sich der Trainer.

HSG-Handballer lassen nichts anbrennen

Dank einer enorm homogenen Mannschaftsleistung – nahezu jeder Spieler traf – ließen die HSG-Handballer nichts anbrennen. Über ein 2:0 zogen die Hausherren auf 9:5 davon. Die Gäste – mit der besten Defensive der Liga angereist – fanden selten ein Mittel gegen den anstürmenden Spitzenreiter. Die Spielgemeinschaft knackte die TSV-Abwehr immer wieder mit ihrem schnellen Umschaltspiel. Angetrieben von den zahlreichen Fans legte das Goblirsch-Team einen Sieben-Tore-Lauf zum 16:5 hin. In die Pause ging es mit einer 19:9-Führung. Erinnerungen an das Hinspiel wurden wach: Damals führte die HSG mit sieben Toren, konnte die Partie aber gerade so noch mit einem Treffer gewinnen.

Torwarttrainer Udo Klünsch feiert Handball-Comeback

Reinhart Seiwerth, unterstützend als Coach mit auf der Bank, sprach daher in der Halbzeitpause Dinge an, die es noch zu verbessern galt. Die Spieler nahmen sich die Worte zu Herzen und setzten sich zu Beginn der zweiten Hälfte mit einem Fünf-Tore-Lauf zum 24:9 ab. Bis zur 50. Minute kamen die Gäste auf 19:27 heran, doch die HSG blieb jederzeit Herr der Lage. Dann richteten sich die Augen der Fans auf das eigene Tor: Dort feierte Torwarttrainer Udo Klünsch sein Handball-Comeback. Zuletzt hatte der 59-Jährige in der Saison 1992/1993 für den TSV Wolfratshausen im Kasten gestanden. Nach dem Ausfall von HSG-Keeper Marcel Dinebier sprang Klünsch ohne Zögern ein und wurde von den Fans gefeiert. „Auch das zeigt den großen Zusammenhalt im Verein“, schwärmte Trainer Goblirsch. Klünsch blieb bis zum Schlusspfiff im Gehäuse und feierte mit seinen Teamkollegen ausgelassen den Aufstieg. Letztlich hieß es 33:24 in einer ausgesprochen fairen Partie – gegen einen Verlierer, der der HSG sogleich zum Aufstieg gratulierte.

Goblirsch: „Geschlossene Mannschaftsleistung war ausschlaggebend“

„Sowohl in diesem Spiel als auch in der gesamten Saison war die geschlossene Mannschaftsleistung ausschlaggebend. Es sind alle Spieler, auch jene, die am Sonntag nicht zum Einsatz gekommen sind, die Mannschaft jedoch von der Tribüne aus unterstützt haben, für diesen Erfolg verantwortlich“, hielt Markus Goblirsch fest.

Besonders gefreut haben sich die Handballer der Spielgemeinschaft über die Unterstützung aus ihren Heimatvereinen TuS Geretsried und TSV Wolfratshausen. Von den Wölfen waren Sportler jeder Sparte in der Halle. Die Fußballer vom TuS Geretsried waren ebenfalls gekommen und feierten lange mit. Auch der Tennisclub Wolfratshausen hatte Aktive geschickt, und viele weitere Sportvereine ebenfalls.

red

HSG/Männer I: Jörg Aßmayr, Udo Klünsch – Bastian Wolfgart (9/4), Sebastian Raviol (6), Konstantin Seemann (5), Patrick Friedrich (3), Jonathan Knierim (2), Moritz Herrmann (2), Florian Bauer (2), Lennard Knierim (1), Simon Schindler (1), Johannes Wastl (1), Ruben Haug (1), Martin Veseli.

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