Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus

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"Gestört fühlen wird sich niemand"

Greiling/Königsdorf - Erst war es nur eine Idee, die drei Freunden durch den Kopf ging. Jetzt aber macht die Truppe um den Greilinger Allgemeinmediziner Dr. Ernst Adlmaier ernst - und startet ein Erdwärme-Projekt in Königsdorf.

Sieben Jahre ist es her, dass die drei Initiatoren das erste Mal darüber nachdachten, solch eine Millionen-Aufgabe anzupacken. In ein paar Tagen ist es soweit: Ab Februar startet die 3D-Seismik. „Das heißt, es werden Bilder vom Untergrund gemacht“, erklärt Riedl. Einen dicken Ordner hat er zum Pressegespräch mitgebracht. Darin befinden sich auch hübsch aufgemachte Broschüren, die den Königsdorfer und Geretsrieder Bürgern erklären, was nun genau in ihrer nächsten Umgebung abläuft.

So rollen nun zunächst ein paar Wochen lang sogenannte Vibrationsfahrzeuge an. Mit Schallwellen finden sie heraus, wie es tief im Boden aussieht - und wo genau das heiße Wasser fließt, dass die Geothermieanlage später antreiben wird. „Gestört fühlen wird sich niemand“, sagt Adlmaier. Zum einen, da es im Umland - etwa in Gelting oder Taufkirchen - bereits Projekte gleicher Art gegeben hat. Zum anderen aber auch, „da unsere Baustelle ja zeitlich begrenzt ist“, sagt Adlmaier. Sichtbar sei der rund 30 Meter hohe Bohrturm, der „im Idealfall 2013“ errichtet wird, rund 18 Monate lang. Dann wird ein Gebäude über die Bohrstelle gesetzt, „ähnlich einer Fabrikhalle“, sagt Riedl. Ende 2015, so hoffen die Freunde, könnte der Strom, der durch die Geothermie gefördert wird, ans Netz gehen.

Bis es soweit ist, müssen die späteren Betreiber rund 50 Millionen Euro ausgeben, 26 Millionen allein für die Bohrungen. Die Vorbereitungen stemmen die Initiatoren erst einmal aus eigener Hand.

(Von Steffi Brendebach)

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