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Glasfaserkabel für alle

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© dpa

Münsing – Die Gemeinde möchte mit Fördermitteln des Freistaats überall schnelles Internet ermöglichen.

Im gesamten Freistaat will das Bayerische Wirtschaftsministerium mit einem Förderprogramm Bandbreiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde vorantreiben. In Münsing werden durchschnittlich 16 Mbit/s erreicht, in vielen Randbereichen wie Schechen deutlich weniger. Der Gemeinderat beauftragte am Dienstag das Fachbüro Corwese aus Seefeld mit der Planung für den Breitbandausbau. Corwese-Geschäftsführer Roland Werb informierte die Räte in der Sitzung über die geplante Vorgehensweise.

In den schlecht versorgten Gebieten möchte Werb hauptsächlich mit Glasfaserkabeln arbeiten. Von der Telekom verlegte Leerrohre dafür seien fast überall vorhanden. Es müssten nur noch Verteilerkästen aufgestellt werden. „Die Zukunft sieht so aus, dass in zehn bis 15 Jahren in jede Wohnung Glasfaserkabel führen werden“, prognostizierte Werb.

Bis es soweit ist, sollen in der Gemeinde so genannte Kumulationsgebiete geschaffen werden. Der Schwerpunkt wird auf dem Gewerbegebiet am Schlichtfeld liegen. Werb strebt im Gesamtbereich 30 Megabit pro Sekunde an. In den Haushalten rund um das Kumulationsgebiet würden noch rund 25 Megabit ankommen, sagte er. Als weiteres Gebiet soll Holzhausen in die Förderung aufgenommen werden. St. Heinrich Süd und Schechen könnten von Seeshaupt aus erschlossen werden.

Roland Werb rechnet in Münsing mit einem halbjährigen Verfahren und einer einjährigen Bauzeit.

(Tanja Lühr)

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