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Sind beim Wiesn-Umzug mit dabei: Die Trachtenträger und Musiker der Egerländer Gmoi. Das Foto zeigt die Gruppe zusammen mit Geretsrieds Drittem Bürgermeister Robert Lug (6. v. li.) und Louis Giscard d’Estaing (11. v. re.), Bürgermeister der französischen Partnerstadt Chamalières. Das Bild entstand im April dieses Jahres in Frankreich, als das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft gefeiert wurde.

Im Gleichschritt auf die Wiesn

Geretsried – Rund 9000 Schützen und Trachtenträger werden beim traditionellen Umzug zum Münchner Oktoberfest mitmarschieren. Aus dem Nordlandkreis sind auch Teilnehmer aus Geretsried dabei.

Beim diesjährigen Wiesn-Einzug marschieren aus Beuerberg der Spielmannszug, die Schützen sowie die Blaskapelle mit. Aus Münsing sind es alle drei Musikkapellen, die heuer erstmalig eine große Formation bilden (wir berichteten). Auch einige Geretsrieder werden dem Publikum auf den Tribünen am Straßenrand zuwinken. Die Ortsgruppe der Egerländer Gmoi stellt über 40 Trachtenträger und Musiker. Sie marschieren für den Landesverband Bayern der Egerländer Gmoi mit.

Zum vierten Mal spielt zudem die Gartenberger Bunkerblasmusik mit – zusammen mit der Egerländer Trachtenkapelle aus Waldkraiburg. „Damit eine Kapelle mitmarschieren kann, muss sie mindestens 25 Mann stark sein“, erklärt der Dirigent. „Weil wir aber nur 14 sind, fusionieren wir für die Wiesn mit den Waldkraiburgern.“ Die Mitglieder würden immer älter und könnten den Organisationsaufwand nicht mehr stemmen. Deshalb stellt der Landesverband nun eine Abordnung mit etwa 100 Teilnehmern aus ganz Bayern. Die Geretsrieder sind vermutlich die größte Gruppe innerhalb der diesjährigen Gmoi-Abordnung.

Wer beim Festzug mitmarschieren will, muss sich an eine Reihe von Regeln halten. Pflicht ist natürlich das Trachtengewand. Außerdem muss jeder eine Kopfbedeckung tragen, zitiert Hammerschmied aus dem Vorgaben des Festrings, der den Umzug organisiert. „Für die Mädchen haben wir deshalb eine extra Kinderhaube entwickelt, weil das in der Egerländer Tracht so gar nicht vorgesehen ist.“ Gewünscht wird schwarzes Schuhwerk mit Schnalle.

Um 7 Uhr fährt die S-Bahn Richtung Aufstellungsplatz in der Nähe des Max-II-Denkmals an der Maximilianstraße. Um 10 Uhr fällt der Startschuss für die Marschierenden. Bis zur Theresienwiese sind es sieben Kilometer, die zu absolvieren sind. Endlich auf der Wiesn angelangt, dürfen die Teilnehmer in den Zelten einkehren. Für die Egerländer Gmoi sind Tische im Winzerer Fähndl reserviert.

(Doris Schmid)

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