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In unserer Reihe „Gott und die Welt“ kommt diesmal Dr. Manfred Waltl, katholischer Pastoralreferent in Geretsried, zu Wort.

Gott und die Welt

Mit Jesus auf großer Fahrt

In unserer Reihe „Gott und die Welt“ kommt diesmal Dr. Manfred Waltl, katholischer Pastoralreferent in Geretsried, zu Wort.

Geretsried – „Im Meer der Zeit nicht untergehen, im Meer der Zeit den Tag bestehn und weiter, weiter, weiter gehen“: So tönt es laut aus den Bänken der Kinder beim ersten Gottesdienst der diesjährigen Erstkommunionvorbereitung. Ein schmuckes Schiff aus Holz, das ein liebes Gemeindemitglied extra für uns gebaut hat, steht, beklebt mit den Porträts aller Kinder, mitten im Altarraum.

Fahrt durch das „Meer der Zeit“ als Bild für das Leben

Dr. Manfred Waltl ist k atholischer Pastoralreferent in Geretsried.

Die Fahrt durch das „Meer der Zeit“ ist ein schönes Bild für unser Leben. Auch dort gibt es Gegenwind und Rückenwind, Flauten und manchmal schwere Stürme. Was auf dem Ozean der Orkan ist, ist für das Lebensschiff ein Streit mit Freunden, der Ärger in der Schule oder am Arbeitsplatz. Sprichwörtlich geworden ist die Rede vom „Shitstorm“, der über diejenigen hinwegbraust, die in den sozialen Medien etwas Falsches gepostet haben.

Abenteuer, Entdeckungen und das Aufbrechen zu neuen Ufern

Der Begriff „Meer“ steht aber auch für Abenteuer, für neue Entdeckungen, für das Aufbrechen zu neuen Ufern – buchstäblich. Die Bibel erzählt uns die Geschichte von den Jüngern, die zusammen mit Jesus in einen Sturm geraten. Jesus kann seelenruhig schlafen, während die Jünger Angst um ihr Leben haben. Doch auf Jesu Geheiß legt sich der Sturm, und das Boot erreicht sicher sein Ziel.

Hab keine Angst vor Stürmen und Gegenwind

Es ist eine Geschichte von Vertrauen und Zuversicht, die uns hier erzählt wird: Brich auf, geh’ auf „große Fahrt“ durch das Meer Deiner Lebenszeit. Entdecke das Leben und Deine Welt. Habe keine Angst vor Stürmen und Gegenwind. All das wird kommen. Jesus schützt dich nicht vor dem, was zum Leben gehört, aber er beschützt dich davor, zu scheitern und unterzugehen.

Jesus als Anker

Mit Jesus hast du jemanden „im Boot“, auf den du dich vollkommen verlassen kannst, wie sehr dein Lebensschiff auf den Wogen der Zeit auch schaukeln und schlingern mag. Jesus kann im Sturm schlafen. Er hat Vertrauen in seinen Vater. Auch wir dürfen Vertrauen haben, denn Jesus ist bei uns. Mit ihm haben wir einen Anker, der Halt gibt und unser Boot nicht in Untiefen treiben lässt, ebenso einen Kompass, der die Reise nicht zur „Irrfahrt“ werden lässt. Mit ihm haben wir einen „Leuchtturm“, der unserem Lebensschiff nach vielen Entdeckungen und Abenteuern die Einfahrt in den sicheren Heimathafen weist und zu einem guten Ziel führt. Und das betrifft nicht nur die Erstkommunionkinder, sondern uns alle. Wir werden „im Meer der Zeit den Tag bestehn und weiter, weiter, weiter gehen“.

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