Marianne Konrad Die Schulrätin ist zuversichtlich. Foto: red

Grund- und Mittelschulen: „Wir kommen ganz gut hin“

Bad Tölz-Wolfratshausen - Allerhand Wirbel gab es in den vergangenen Wochen ums Thema Lehrermangel an Grund- und Mittelschulen. Im Tölzer Schulamt ist aktuell von den Turbulenzen wenig zu spüren.

Erst war das Kultusministerium bei der Zuteilung der Lehrerstunden von viel zu niedrigen Prognosen bei den Schülerzahlen ausgegangen. Dann hatten Bayerns Schulräte - darunter der Tölzer Norbert Weinhuber - in einem Brandbrief ans Ministerium mehr Lehrer dringend angemahnt, die Versorgung nicht zu gefährden. Zuletzt hieß es, für die genehmigten Lehrerstellen mangele es an Bewerbern.

Im Tölzer Schulamt ist aktuell von den Turbulenzen wenig zu spüren. „Natürlich wären mehr Lehrerstunden immer wünschenswert. Aber nach dem aktuellen Stand kommen wir ganz gut hin“, sagt Schulrätin Marianne Konrad. Das sei freilich nur ein Zwischenstand, denn die Personalplanung sei bis zum ersten Schultag im Fluss.

Bis zuletzt müsse man etwa darauf gefasst sein, dass Lehrer ihre Stelle nicht antreten oder in eine andere Region abgezogen werden. Wie viele Lehrerstunden das Ministerium dem Landkreis zubilligt, das hängt von der Schülerzahl ab, erklärt Konrad. Pro Grundschüler seien es 1,31, pro Mittelschüler 1,8 Stunden. Ausgangsbasis war ihr zufolge die Prognose von Mitte Juni - und die habe im Landkreis bis heute weitgehend Bestand.

So rechnet man im Schulamt mit 4489 Grund- und 2081 Mittelschülern. Für sie stehen 10 630 Lehrerstunden zur Verfügung, verteilt auf rund 500 Lehrkräfte. Konrad räumt ein, dass sich die angestrebte Stärkung der Hauptschulen durch die Mittelschulreform nicht auf das Stundenbudget ausgewirkt hat.

Eines habe sich aber geändert: Die Schulen hätten mehr Freiraum, wie sie die Stunden innerhalb eines Schulverbund aufteilen. „Einige legen zum Beispiel Wert auf kleinere Klassen und verzichten dafür auf ein Zusatzangebot“, sagt Konrad.

(ast)

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