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Klasse gelaufen: Für den TSV Wolfratshausen waren in Ottobrunn (v. li.) Michael Schmüser, Ulrike Greif und Günter Marhold am Start.

Ultralauf

Günter Marhold rollt das Feld von hinten auf

Aus der Tiefe des Raumes: Günter Marhold zeigte beim Ottobrunner Sechs-Stunden-Lauf sein Können.

Wolfratshausen – Das ist eine stolze Zahl: Anfang März absolvierte Günter Marhold den 100. Ultralauf seiner Karriere. DerRecordando in Turin war der Auftakt zu einer Trilogie von Sechs-Stunden-Trainingswettkämpfen. 14 Tage nach seinem Jubiläumslauf trat der Wolfratshauser beim traditionsreichen und topbesetzten Wettbewerb in Nürnberg an. Hier kam Marhold in einem hochklassigen Rennen mit knapp 78 Kilometern auf den dritten Platz.

Es folgte der Sechs-Stunden-Lauf in Ottobrunn, bei dem zusätzlich Ulrike Greif und Michael Schmüser aus der Ultragruppe des TSV Wolfratshausen am Start waren. Beide waren ebenfalls in Nürnberg dabei und hatten dort gute Leistungen erzielt – sie wollten es diesmal „gemächlicher“ angehen. Marhold dagegen war als Vorjahressieger nicht ganz frei von Ambitionen. „Erst mal das Rennen anschauen, hören, was der eigene Körper sagt, und dann eventuell aus der Tiefe des Raumes kommen, wenn es geht und sich lohnt“, lautete seine Taktik. Trotz der schwierigen Streckenführung entwickelte sich bei sommerlichen Bedingungen ein flottes Rennen auf dem coupierten, winkligen 1,4 Kilometer langen Rundkurs. Nach zehn Kilometern lag Marhold auf Platz fünf, zur Halbmarathon-Marke war es bereits Platz vier und der Abstand schmolz unter der warmen Sonne weiter. Schließlich kam der Routinier wirklich aus der Tiefe des Raumes und setzte sich beim Marathonpunkt an die Spitze des Feldes. Als der Wolfratshauser bei 3:45 Stunden die 50-Kilometer-Marke passierte, hatte er einen Vorsprung von 24 Minuten auf den Zweiten herausgelaufen. Angesichts der ungewohnt hohen Temperaturen entschied sich Marhold dafür, nicht zu viel zu riskieren und verlegte sich auf das Verwalten der Führung. Am Ende stand ein ungefährdeter Sieg mit einer Marke von 75 Kilometern vor dem Zweitplatzierten Thomas Uhl (LG Sempt) mit 70,993 Kilometern.

Bei den Frauen räumte Ulrike Greif neben den Schmankerln des Buffets noch knappe 60 Kilometer ab, was Platz drei in ihrer Altersklasse W 40 bedeutete. Michael Schmüser lief nach einem flotten Trainingsmarathon die restliche Zeit noch gemütlich aus und kam ebenfalls auf 60 Kilometer. Für Marhold, der heuer noch für das deutsche Nationalteam bei der EM in Dublin starten wird, war es bereits der achte Sieg bei dieser Traditionsveranstaltung – er gehört quasi zum Inventar des Ottobrunner Sechs-Stunden-Laufs.  tw

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