Wie die Haare einer Frau

- Wolfratshausen - "Wie die Haare einer Frau" sind nach der Anleitung des japanischen Fachgärtners Tsutomu Yoshida die Äste an Bäumen zu behandeln: Die stärkeren sind hervorzuheben und die kaputten abzuschneiden. Zwei Tage lang unterweisen er und sein Kollege Hiroaki Hasegawa mehrere Mitarbeiter des Bauhofs und Mitglieder des Bund Naturschutzes (BN) im japanischen Garten am Johannisplatz in der hohen Kunst der Gartengestaltung. Denn: Nach der ersten Wachstumsphase in der Anlage müssen die Wolfratshauser lernen, ihr Geburtstagspräsent von der Partnerstadt Iruma zum 1000-jährigen Bestehen von Wolfratshausen selbst mit Harke und Schere zu pflegen.<BR>

Mit ausgesuchten Pflanzenkompositionen, Steinarrangements, Pagoden, Laternen und einem leisen Brunnen zauberten japanische Fachgärtner vor gut einem Jahr eine fernöstliche Atmosphäre mitten nach Wolfratshausen. Für die weitere Pflege haben die Japaner nun eine 26-seitige bebilderte Anleitung mitgebracht. "Dieser japanische Garten wurde geplant, um die lange Freundschaft zwischen Wolfratshausen und Iruma zu vertiefen": So steht es am Anfang der Pflegeanleitung zu lesen. Im Weiteren wird "für die Darstellung des Wesens des japanischen Gartens" auf die Grundsätze für die Bodenaufteilung, die Landschaftsplanung, die Planung der Bewegungslinien und schließlich detailliert auf die "Pflanzenverwaltung" eingegangen.<P>Aber auch an der praktischen Demonstration ließen es die Fachgärtner nicht mangeln. So verschwand gestern gegen 8.45 Uhr morgens Hiroaki Hasegawa - ohne Leiter - im Wipfel einer Linde, um den Baum so auszuschneiden, dass "das Licht auch an die inneren Teile gelangt". Sein Kollege Yoshida erläuterte derweil dem Vorsitzenden der Ortsgruppe des BN, Frank Burger, Schneidetechniken. So sollen Äste nicht parallel, sondern wie eine Hand geschnitten werden. Der Stamm ist als Mensch zu sehen, erläutert er, die großen Äste als Arme und die kleineren an der Spitze als Finger.yvi <P><P>

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