Hans Demmel hielt ein Plädoyer in eigener Sache.

Hans Demmel verteidigt sich

Dietramszell - Der Ex-Bürgermeister wehrt sich in der Jahresversammlung gegen das Gerücht, er habe in seiner Amtszeit schlecht gewirtschaftet.

Das Stichwort gab Martin Seestaller. „Hans, es wird in der Gemeinde so viel geredet, dass die Gemeinde finanziell Deinetwegen so schlecht dasteht“, sagte der stellvertretende Ortsvorsitzende zu Ex-Bürgemeister Hans Demmel nach Abschluss der Wahlen in der Jahresversammlung. „Magst was dazu sagen?“

Ja, Hans Demmel wollte. „Das macht mich persönlich betroffen, dass diese Gerüchte gestreut werden“, sagte er. Insbesondere ärgert ihn, dass pauschal abgeurteilt wede und sehr allgemein von „Fehlinvestitionen“ die Rede sei. „Soll halt mal einer sagen, was er konkret meint.“ Und: „Als ich die Gemeinde übernommen haben, war hier auch nicht die heile Welt.“

Drei größere Posten nannte Demmel ausdrücklich. Erstens: die Kanalisation. „Das stand an, das musste gemacht werden, nur in Ascholding hat man gerade angefangen.“ An diesen Ausgaben habe kein Weg vorbeigeführt. Ebenso wenig an der Sanierung des Rathauses. „Glaubt Ihr, ich hätte das gerne gemacht?“, fragte er in die Runde. „Aber wenn alles schon schief und wackelig ist, muss man eben handeln.“ Das habe auch für die Schule gegolten. „Das war kein Größenwahn von uns, der B-Bau war einfach nicht mehr brauchbar.“ Auch die Hangsanierung sei unumgänglich gewesen. Sein Fazit: „Ich habe die Gemeinde nicht schlechter übergeben, als ich sie übernommen habe.“ (vu)

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