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Hans Holzheu ist im Alter von 62 Jahren gestorben.

„Chef“ der Wolfratshauser Gasthofs Löwenbräu

Hans Holzheu: Kümmerer für Familie und Gäste gestorben

Er war ein Fixpunkt für seine Familie und das Gasthaus Löwenbräu. Hans Holzheu hinterlässt eine Lücke. Er ist mit 62 Jahren nach einer kurzen, schweren Krankheit gestorben.

Wolfratshausen – Er war ein Fixpunkt für seine Familie und das Gasthaus Löwenbräu. Hans Holzheu hinterlässt eine Lücke. Er ist mit 62 Jahren nach einer kurzen, schweren Krankheit gestorben. Holzheu war ein Kümmerer. „Man konnte über alles mit ihm sprechen“, sagt sein Bruder Helmuth Holzheu. Nur über eine Sache nicht: „Wenn er eigene Probleme hatte, hat er das mit sich selbst ausgemacht.“

Hans Holzheu war da, wenn er gebraucht wurde. Seine Stelle als Bankkaufmann gab er auf, als sein Vater krank wurde. Holzheu stieg in den elterlichen Betrieb ein und unterstützte seine Mutter. Nach ihrem Tod führte er das Gasthaus mit seinem Bruder Franz.

Als Ältestes von vier Geschwistern packte „Hansi“ stets mit an. Seine Schwester Renate nannte ihn liebevoll den „Chef“. „Dass die Familie immer zusammenhält, war ihm wahnsinnig wichtig“, sagt sie. Bei Familientreffen sei er es gewesen, der dahinter war, dass das auch wirklich klappt. Auch seine letzten Monate verbrachte der Wirt so oft es ging mit der Familie.

Wenige Tage vor seinem Tod besuchten ihn die beiden Brüder und seine Schwester im Krankenhaus. „Das hat er richtig genossen“, sagt Renate Holzheu. Ein Abschied sei das für den 62-Jährigen aber nicht gewesen. Im Gegenteil: Hansi hatte noch Pläne. Ein Konzert der Rolling Stones wollte er besuchen, noch einmal – wie früher so oft – Urlaub auf Costa Rica machen und die Flugsicherung der Bundeswehr in Freising ansehen, wo er seinen Wehrdienst leistete.

Das Gasthaus Löwenbräu, seinen „Mittelpunkt“, wie Bruder Helmuth es bezeichnet, das wollte Hans Holzheu natürlich weiterführen. Dort wird er fehlen. „Er war zurückhaltend, fast schon unscheinbar, aber immer aufmerksam“, sagt Karolina Doblinger, die das Gasthaus mit ihrem Mann Ludwig bereits seit Jahrzehnten besucht. Was seine Kunden wollten, wusste Holzheu – auch, wenn sie es ihm nicht sagten. „Die Apfelschorle wollten wir immer ein bisschen angewärmt“, erklärt Stammkunde Ludwig Doblinger. „Die hat er uns immer schon gebracht, bevor wir bestellt haben.“ Ins Löwenbräu möchten die Gäste weiterhin gehen, „aber es wird etwas anderes sein, er wird fehlen“, sagt das Ehepaar.

(Dominik Stallein)

Dass es für die Gaststätte weitergeht, steht für die Familie Holzheu fest. „Das hätte sich mein Vater gewünscht“, ist sich Sohn Stephan sicher. Und natürlich: „Es soll ein Familienbetrieb bleiben.“ Die Familie von Hansi Holzheu hält zusammen, so, wie schon zu dessen Lebzeiten. 

Die Beerdigung wear am Dienstag um 10.30 Uhr in der Kirche St. Nantovinus.

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