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Wie geht es weiter hinter der Happ‘schen Apotheke und dem Isar-Kaufhaus? Sepp Schwarzenbach möchte dort ein Hotel und ein Parkhaus bauen. 

Hotel im Bergwald

Wie realistisch sind die Schwarzenbach-Pläne?

Sepp Schwarzenbachs Pläne werden kontrovers diskutiert. Der ehemalige Disco-König möchte wie berichtet ein Hotel und ein Parkdeck hinter der Happ‘schen Apotheke und dem ehemaligen Isar-Kaufhaus bauen.

Wolfratshausen – „Beides – also Parkplätze und ein Hotel – wären in Wolfratshausen schon wünschenswert“, findet Bauamtschef Dieter Lejko. Auf Nachfrage unserer Zeitung äußert der Rathausmitarbeiter aber auch Zweifel. „Auf mich wirken die Ausmaße sehr mächtig.“ Auch, wenn „grundsätzlich alles möglich ist.“ Lejko selbst möchte sich weder für noch gegen das Vorhaben aussprechen: „Das muss die Wolfratshauser Politik entscheiden.“ Genauer gesagt: der Bauausschuss des Stadtrats. Dieses Gremium ist in der Loisachstadt für Grundstücksverkäufe der Kommune verantwortlich. Lejko plädiert im Gespräch mit unserer Zeitung für einen Bebauungsplan für besagte Grundstücke, sollte sich der Vorschlag Schwarzenbachs „der Realisierung nähern“.

Bürgermeister Heilinglechner sieht Dimensionen „ein bisschen kritischer“

So weit möchte Bürgermeister Klaus Heilinglechner noch nicht planen: „Erst einmal braucht es den Zuschlag. Dann können wir uns Gedanken über einen Bebauungsplan machen.“ Er bestätigt aber, dass der Bauausschuss über den Verkauf der Grünfläche hinter der Happ’schen Apotheke berät. „Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Stadt Hotelbetten gebrauchen kann.“ Auf die Frage, was er vom Ort und der Dimension der Planungen hält, sagt er: „Das sehe ich ein bisschen kritischer.“ 

Schwarzenbach solle erst mit den Eigentümern reden

Schwarzenbach plant seine Anlage nicht nur auf städtischem Grund, sondern auch auf Flächen, die sich in privatem Besitz befinden. „Ich habe ihm in einem Gespräch geraten, erst mit den Eigentümern zu reden, bevor er mit seinen Plänen an die Öffentlichkeit geht.“ Ob das stattgefunden hat, weiß Heilinglechner nicht. Schwarzenbach hätte ihm gegenüber versichert, dass er in Kontakt mit den Besitzern stünde. Festlegen möchte sich der Rathauschef gegenüber unserer Zeitung nicht: „Es steht jedem frei, sich Gedanken zu machen.“

Dr. Mosler hält die Pläne für wenig realistisch

Der Projektentwickler des ehemaligen Isar-Kaufhauses hat nach eigenen Angaben nur gerüchteweise von den Planungen gehört. Dr. Harald Mosler hält sie jedoch aus mehreren Gründen für wenig realistisch. „Die Verkehrserschließung dürfte aus Gründen des Denkmalschutzes nicht möglich sein.“ Auch städtebaulich äußert Mosler Zweifel: „Das Stadtbild des historischen Altstadtkerns würde aus meiner Sicht unvertretbar beeinträchtigt werden.“ Zwar ist der Rechtsanwalt der Meinung, dass öffentlicher Parkraum in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Kaufhaus sinnvoll wäre, „aber nicht als riesiger Monsterbau, sondern nur in einer eher geringen Ausprägung von etwa 30 Stellplätzen“.

Von Dominik Stallein

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