Zeigt her eure Hüte, zeigt her eure Schuh’: (v. li.) Maria, Chiara, Vroni, Cilly, Amelie, Sophie und Caroline präsentieren ihre Werke. Foto: sabine hermsdorf

Hauptsache ein bisschen verrückt

Wolfratshausen - Bei der Modewerkstatt der Schule der Phantasie haben sieben Mädchen ihr Talent als Designerinnen ausgelotet.

Stolz zeigt die siebenjährige Amelie ihre Arbeit: „Ich habe einen Stoffhut, ganz bunt“, sagt sie und sucht noch mehr farbige Stoffreste, um ihre Kopfbedeckung weiter zu verschönern. Amelie und die sechs anderen Jungdesignerinnen sind sehr zufrieden mit ihren selbstgebastelten Schuhen und Hüten. „Die Mädels haben sich viel Mühe gegeben“, sagt Heidemarie Hauser, die im Rahmen des Ferienpassprogrammes die Mädchen bei der Modewerkstatt in der Schule der Phantasie betreut.

Mit Draht, Stoffen, Klebeband, Pappe und Holz kreieren die jungen Künstlerinnen ihre Werke. Was nicht niet- und nagelfest ist, benutzen sie zum Basteln. So funktionieren sie kurzerhand Schwämme zur Polsterung der Kopfbedeckungen um, damit diese nicht so drücken. Die Mühe lohnt sich: Die Hüte passen wie angegossen. Auch ihre Schuhe fertigen die Mädels aus Pappe oder Holz. Und auch dabei gehen sie ziemlich kreativ ans Werk, beispielsweise machen sie aus Holzstücken Absätze. Doch nicht bastelt hat nur für sich selbst. Die sechsjährige Maria etwa hilft der gleichaltrigen Cilly dabei, ihren Hut zu basteln.

Bei ihren Eigenkreationen dürfen die Mädels ihrer Phantasie völlig freien Lauf lassen. Chiara, acht Jahre alt, sucht gerade in einer Kiste nach dem richtigen Stoff, stellt dann aber nüchtern fest: „Muss ja eigentlich nicht dazupassen, es soll ja verrückt sein.“ Wenn die Mädels aber trotzdem mal nicht weiter wissen, gibt es ja noch Heidemarie Hauser. Sie hilft den Kindern weiter und gibt ihnen Tipps, wie sie mit Federn und Stofffetzen ihre Kunstwerke verschönern können. Neben Hüten und Schuhen basteln die Nachwuchs-Designerinnen in der Modewerkstatt auch noch Kleider und Schmuck.

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