Darum geht’s: Die Vorsitzende des Kreisjugendrings, Margit Maier-Marth (li.) und die scheidende Geschäftsführerin Barbara Oberhofer. Foto: dor

Die Helfer im Hintergrund

Bad Tölz-Wolfratshausen - Der Kreisjungendring (KJR) agiert eher im Stillen, ist aber enorm wichtig. Seit 40 Jahren betreut die Organisation die Jugendarbeit im Landkreis.

Weg von den Eltern, weg von zuhause und rein in die weite Welt: Unter diesem Motto organisierte der Kreis-Jugendring (KJR) Bad Tölz-Wolfratshausen die Fahrten. Auch Landrat Josef Niedermaier nahm in jungen Jahren teil. „Er hat dort seine Frau kennengelernt. Davon erzählt er immer wieder voller Freude“, verrät KJR-Geschäftsführerin Barbara Oberhofer. Die 59-jährige Dietramszellerin lenkt seit 18 Jahren die Geschicke des Verbands.

„Wir bezuschussen Jugendaktionen, die sonst nicht möglich wären“, beschreibt Oberhofer eine der wichtigsten Aufgaben. Das Geld davon stammt aus dem Säckel des Landratsamtes. Das ist per Gesetz zur Förderung der Jugendarbeit verpflichtet. Insgesamt seien derzeit 26 Vereine, Verbände und Initiativen im Delegiertenrat vertreten. Neben permanenten Gruppen wie der Trachten- Fischer- und Sportjugend würden dort auch temporäre Initiativen gehört werden.

Doch der KJR übernimmt weit mehr Aufgaben als die Verwaltung des Fördertopfes. Da sind zum einen politische Aktionen, bei denen prominente Politiker mit Jugendlichen zur Schnitzeljagd auf der Isar unterwegs sind. Dazu kommt der große Fundus an verleihbaren Attraktionen, dem Kunstmobil und Schulungsabenden für Jugendleiter.

Im Vergleich zu den Anfängen des Jugendrings habe sich zudem die Struktur der ehrenamtlichen Arbeit verändert, sagt Oberhofer. Die 59-Jährige versteht sich deshalb als Puffer, den Gruppen „ den bürokratischen Verwaltungskram“ so gut wie möglich abzunehmen. Die Erfahrungen, die der Nachwuchs im KJR macht, sind ihrer Ansicht nach wichtig. „Auch für den späteren Beruf und die Art, wie man miteinander umgeht.“ (dor)

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