S-Bahn-Verlängerung

Herrmann: „Beseitigung der Schranke ist unvermeidlich“

München/Wolfratshausen/Geretsried – Bei der geplanten S 7-Verlängerung von Wolfratshausen in die größte Stadt im Landkreis gibt’s einen großen Knackpunkt: Den Bahnübergang an der Sauerlacher Straße in Wolfratshausen.

Lange Zeit beharrte die Deutsche Bahn auf dessen Bestand, nicht weniger hartnäckig wehrte sich die Flößerstadt gegen dieses Vorhaben. Der Stadtrat fasste einstimmig einen entsprechenden Beschluss, das Volk gab seinen Stadtvätern Rückendeckung: In einem Bürgerentscheid im Sommer 2010 sagten gut 80 Prozent der Wahlgänger Nein zu einer Schrankenlösung. Die Lokalpolitiker wurden in diesem Zusammenhang dazu verpflichtet, alle, auch alle rechtlichen Schritte zu unternehmen, um die verhasste Variante zu verhindern.

Prominente Schützenhilfe kommt in diesem Punkt jetzt erneut von Staatsminister Joachim Herrmann. Vor dem Bahn-Gipfel am kommenden Montag in der Bayerischen Staatskanzlei (wir berichteten), sagte Herrmann bei einem Besuch des Münchner Merkur: Eine Tieferlegung des Gleises in Wolfratshausen und eine Beseitigung der Schranke sei „unvermeidlich“. Dies sei der einzige Weg, „um die Verlängerung zu bekommen“.

Herrmann erinnerte an das Ergebnis des ersten Runden Tisches zu der Problematik. Der Freistaat habe „in Aussicht gestellt, dass wir uns mit Straßenbaumitteln an dem Projekt beteiligen können“, so der CSU-Politiker. Herrmann hatte wie berichtet seinerzeit mit Landrat Josef Niedermaier sowie den damaligen Bürgermeistern Helmut Forster und Cornelia Irmer vereinbart, dass Land, Landkreis und die zwei Kommunen Wolfratshausen und Geretsried die Tieferlegung der Gleise gemeinsam finanzieren, sollte die angestrebte Lösung realisierbar sein.

Noch wird die Variante geprüft – und dies wird noch „einige Zeit in Anspruch nehmen“, sagte eine Sprecherin des zuständigen Innenministeriums auf Nachfrage unserer Zeitung.

(cce/dw)

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Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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