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Nur kein Neid, Frau Klum: Die Teilnehmerinnen des ersten Stöckelschuh-Wettbewerbs im Oberland erwiesen sich als Topmodels mit raffiniertem Schuhwerk. Dazu eingeladen hatte KIL-Vorsitzende Assunta Tammelleo (li.).

KIL-Verein

Hoch, spitz und pink

Wolfratshausen – Pumps im Pumafell-Imitat, giftgrüne Stiefeletten mit pinkfarbenen Absätzen und High Heels, so gefährlich hoch und spitz, dass man einen Waffenschein braucht.

Dazu grüne Seidenstrümpfe, bunt lackierte Fußnägel und Kniestrümpfe im Zebra-Look: Dass Frauen nun mal von Natur aus eine Affinität zu Schuhen haben, ist hinlänglich bekannt. Was es da aber für raffinierte Kombinationen gibt, um sich den Fuß zu schmücken, da staunte selbst die Frau von Welt am Weltfrauentag nicht schlecht. „Zeigt her Eure Schuhe“ lautete das Motto des ersten Stöckelschuh-Wettbewerbs im Oberland, zu dem Assunta Tammelleo, Vorsitzende des Kulturvereins Isar-Loisach (KIL), am Sonntag eingeladen hatte.

Schon mal exemplarisch hatte Tammelleo als Gastgeberin ihre „Schätzchen aus dem Schuhschrank“ geholt und in Reih und Glied in ihrem Wohnzimmer positioniert, ehe die 14 Damen (Kulturschaffende, Künstlerinnen, Journalistinnen, Architektinnen aus Geretsried und Wolfratshausen) eintrafen. Bewertet wurde mit einer Punktvergabe von eins bis zehn. Wichtiges Kriterium: Wie sitzt der Schuh am Fuß der Dame? Wie extravagant ist das Modell? Wie hoch ist der Stöckel, und vor allem; Kann Frau damit überhaupt noch richtig laufen?

Und ob, Frau kann: Das bewiesen die Teilnehmerinnen dann auch prompt. Nacheinander stöckelten die Damen mit ihren nummerierten Exponaten über den Wohnzimmer-Laufsteg – ähnlich den Topmodels von Heidi Klum –, immer den kritischen Blicken der fachkundigen Jury ausgesetzt. Den Jurioren kam es vor allem auf den Gesamteindruck an. Dennoch hatten sie es richtig schwer, all die modischen Feinheiten zu erkennen.

So hatte sich beispielsweise Gabriele Rüth, Vorsitzende des Wolfratshauser Vereins Flößerstraße, mit einem Hauch von Nichts am Fuß bekleidet. Die Künstlerin Isabel Heß aus Geretsried hatte sich für Halbschühchen und lila Socken entschieden. Fetzig mit Nieten besetzt waren die Semi-Cowboy-Stiefelletten von Melanie Fraas aus Wolfratshausen. Unschlagbar präsentierten sich die Bestplatzierten in professionellen Posen.

Auf Platz drei schaffte es schließlich Daniela Satzinger von der Klecks-Schule der Phantasie aus Wolfratshausen. Sie trug echte „Mary Jane“ aus schwarzem Wildleder mit T-Strap-Verschluss und zebragestreiften Strümpfen. Platz zwei belegte Madlen Putze (32) aus Geretsried mit ihren Stöckelschuhen im scharfen Krokodil-Leder-Design. Für die Geretsriederin sind „Schuhe wie das Salz in der Suppe“. Zur „Trägerin des schönsten Stöckelschuhs im Oberland 2015“ wurde schließlich die Rechtsanwältin Carlota Hagemeyer aus Wolfratshausen gekürt. Die 47-jährige Mutter holte sich den ersten Preis wegen ihrer atemberaubenden Stilettos in pinkfarbenem Wildleder, made in Italy.  (web)

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