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Das war doch kein Foul, Herr Schiedsrichter: Höhenrains Urgestein Hansi Rieger (li.) versuchte bei seinem x-ten Comeback den Unparteiischen von einer Verwarnung abzuhalten – was ihm jedoch nicht gelang. 

Das Interview der Woche 

Ex-Torjäger Hansi Rieger: „Davonlaufen ist nicht mehr drin“

Wenn die Not am größten ist, sind im Mannschaftssport Routiniers gefragt. Fußballer wie Hansi Rieger beispielsweise, an die sich jeder Trainer gerne erinnert, wenn er nur mit jugendlichem Sturm und Drang im Team so recht nicht weiterkommt.

Höhenrain –  Deshalb feierte der ehemalige Torjäger mal wieder ein Comeback als Glücksbringer und spielerischer Motivator in der Höhenrainer Kreisklassen-Elf. Unser Mitarbeiter Rudi Stallein unterhielt sich nach dem 4:1-Sieg gegen die FF Geretsried mit dem 37 Jahre jungen FSV-Urgestein.

Herr Rieger, können wir uns kurz unterhalten?

(lacht) Nein. Keine Chance. Ich habe keine Luft mehr zum Reden.

Na ja, Sie haben ja auch ordentlich gearbeitet heute. Wie hoch ist Ihr Puls?

Jetzt wieder annähernd normal (lacht wieder). Aber bei meiner Auswechslung bestimmt 200.

Wie kam es zu Ihrem unerwarteten Comeback?

Das ist eine absolute Ausnahme. Unser Trainer Oliver Schnös hat mich angerufen und gefragt, ob ich mich auf die Bank setzen würde. Sie hätten vorne ’ne Flaute. Da habe ich ja gesagt. Dass er mich von Anfang an einsetzt, war so nicht abgesprochen.

Aber Sie sind ja fit. Sah jedenfalls von außerhalb des Spielfelds so aus...

Was heißt fit? Ich beweg’ mich halt einmal in der Woche, wenn ich in der Zweiten Höhenrainer Mannschaft spiele. Mit Stellungsspiel und so kann ich dann vielleicht während einer Begegnung ein bisschen was beitragen. Aber einem Gegner davonlaufen, ist eher nicht mehr so leicht drin (lacht).

Was ist das für ein Gefühl, wenn in der Mannschaft fast nur noch Jungspunde um einen herumrennen?

Das ist schon ein etwas komisches Gefühl. Aber es ist schon schön, wenn man sieht, dass man noch mithalten kann.

Wie beurteilten Sie denn selbst Ihre Leistung gegen die FFG? Zuletzt stand ja vorne fünf Mal die Null, diesmal habt ihr gleich viermal getroffen. An zwei Toren waren Sie unmittelbar beteiligt.

Na ja, die eigene Chancenauswertung war ein bisschen arg dürftig.

Da mögen Sie Recht haben. Frei vor dem Tor nur den Pfosten getroffen, was war da los?

Da hat wohl der Kopf nicht mitgespielt (schmunzelt). Den Ball habe ich schon drin gesehen.

Wie beurteilen Sie die augenblickliche Situation des FSV als Tabellenzwölfter der Kreisklasse 2?

Wir haben gegen Geretsried eine relativ gute Leistung gezeigt. Aber es wird sicher schwierig, da unten rauszukommen. Vielleicht war das Spiel der richtige Schritt.

Woran liegt es Ihrer Meinung nach?

Ich weiß nicht (überlegt). Trainingsbeteiligung und Einsatzbereitschaft sind super. Die Spieler kämpfen toll. Aber es fehlt nach vorne an Durchschlagskraft.

Dabei habt ihr ja mit Andi Mörtl, der gegen die FFG zwei Tore erzielt hat, und Franz Schaller durchaus Stürmer, die wissen, wo das Tor steht?

Ja, vielleicht fehlt ihnen manchmal noch ein bisschen der Instinkt.

Torinstinkt hat Sie ja immer ausgezeichnet. Das könnte die Mannschaft in den nächsten Spielen gegen Helfendorf und Rot-Weiß Bad Tölz gut gebrauchen. Sind Sie dabei?

Ich weiß nicht (grinst). Eigentlich war das diesmal eine Ausnahme.

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