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Alles im Griff: Ein Sicherheitsdienst soll nach Wunsch von Helferkreisen und Bürgermeistern in den staatlichen Asylbewerberunterkünften für Ruhe und Ordnung sorgen. Die Regierung hat sich jetzt bewegt.

Hoffnung auf Ruhe

Sicherheitsdienste für bestimmte Asylunterkünfte

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Jetzt also doch: Die Staatsregierung will künftig bei großen Asylbewerberunterkünften in Bayern Sicherheitsdienste einsetzen. „Das ist ein Zeichen dafür, dass wir doch gehört werden“, sagt Ines Lobenstein vom Wolfratshauser Helferkreis. „Ich bin positiv überrascht.“

Wolfratshausen/Geretsried – Die Vorsitzende des Asylhelferkreises hatte einen ständigen Sicherheitsdienst in den beiden Wolfratshauser Gemeinschaftsunterkünften gefordert – ebenso wie Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Ihr Anliegen hatten beide in Protestbriefen an die Staatsregierung vorgebracht (wir berichteten). Der Beschluss des Kabinetts gibt nun Anlass zur Hoffnung: Vielleicht finde sich auch eine Lösung für die Gemeinschaftsunterkünfte in Wolfratshausen, so Heilinglechner.

Nach der Übernahme der Einrichtungen durch die Regierung von Oberbayern war ein Sicherheitsdienst dort nicht mehr vorgesehen – das gilt bis dato auch für die Gemeinschaftsunterkunft am Geretsrieder Schulzentrum. Dort fordern Schulleiter und Eltern ebenfalls einen 24-Stunden-Sicherheitsdienst.

Jetzt scheint sich das Blatt zu wenden: „Wenn die besondere Situation vor Ort es erfordert“, sollen künftig private Dienstleister für mehr Sicherheit sorgen, kündigte Sozialministerin Emilia Müller in der Kabinettssitzung am Dienstag an. „Wir erwarten, dass Menschen, die bei uns Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, friedlich miteinander unter einem Dach leben können.“ Allerdings gebe es auch Einrichtungen, in denen es aufgrund der unterschiedlichen Nationalitäten der Bewohner vermehrt zu Problemen kommt. Die Sozialministerin: „Hier müssen wir handeln.“

In welchen Asylbewerberunterkünften ein Sicherheitsdienst eingesetzt wird, ist noch offen. Mehrere Faktoren spielen eine Rolle: Größe und Belegungsstruktur, ebenso die Präsenz von Asylsozialberatung und Polizei. Security-Dienste seien ausschließlich für die Sicherheit und Ordnung innerhalb der Asylunterkünfte zuständig, ergänzt eine Sprecherin des Sozialministeriums. „Außerhalb der Einrichtungen ist dies Aufgabe der Polizei.“ Bei der Prüfung steht auch das Umfeld der Unterkunft im Fokus – zum Beispiel die unmittelbare Nähe zu Schulen. „Das gibt mir die Hoffnung, dass wir ein Sonderfall sind“, sagt Dr. Hermann Deger, Direktor des Geretsrieder Gymnasiums. Die Schule grenzt direkt an eine Gemeinschaftsunterkunft.

CSU-Stimmkreisabgeordneter Martin Bachhuber ist froh über den Beschluss der Staatsregierung. Er hält einen Security-Dienst am Schulzentrum für unabdingbar. Bachhuber geht davon aus, dass ein Sicherheitskonzept erarbeitet wird, dass „den Ansprüchen von Schule und Eltern genüge trägt“.

So lange es noch keine Entscheidung zum Thema Sicherheitsdienst gibt, wird die 250 Menschen fassende Unterkunft am Schulzentrum laut Karsten Ludwig, Asyl-Sachgebietsleiter am Landratsamt, maximal mit 30 bis 50 Personen belegt.

Infoabend

Am Geretsrieder Schulzentrum wird demnächst ein Infoabend veranstaltet. Dieser findet am Montag, 6. März, von 18 bis 20 Uhr in der Aula statt. Nach einer Einführung haben Eltern Gelegenheit, Fragen zu stellen. Auch die Arbeit der Helferkreise wird vorgestellt.

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