Egal, ob Wirtshaus oder Karibik: „Da Huawa (re.), da Meier (li.) und I“ fühlen sich überall wohl. Auch in Höhenrain, wo sie mit ihrem Programm „Vogelfrei“ begeisterten. foto: sabine hermsdorf

„Da Huawa, da Meier und I“ zeigen ihre Interpretation von Volksmusik

Höhenrain - Zirka 500 Besucher drängten sich im Festzelt des Trachtenvereins D’Lüßbachtaler. Sie alle wollten sich den Auftritt des Trios „Da Huawa, da Meier und I“ nicht entgehen lassen.

Nein, als „bairische Boygroup“ gehen „Da Huawa, da Meier und I“ nun wirklich nicht mehr durch. Das sehen sie selbst ein. Macht aber nix. Schließlich wächst man mit der Zeit an seinen Aufgaben, und manch einer wächst dabei über sich hinaus. So wie Christian Maier (da Huawa), Matthias Meier (da Meier) und Siegi Mühlbauer (I). Sie präsentierten ihr neues Bühnenprogramm „Vogelfrei“. Begleitet wurden sie von den „Bayerischen Löwen“, einer fünfköpfigen Blechbläser-Gruppe, die ganz nebenbei auch gesangstechnisch einiges zu bieten hatte.

Die drei Musiker aus Niederbayern und der Oberpfalz nahmen ihr Publikum mit an die Orte, die sie seit ihrem Bestehen geprägt haben. Das fängt daheim im Wirtshaus an, wo man an einem Spezi zuzelt und sehnsuchtsvoll an eine Zigarette denkt. Das geht weiter bei der Landwirtschaft vom Huawa, wo „d’ Kiah glei lebendig in d’ Biogasanlag’ neitriebn wer’n, weil da Brennwert höher is’ ois wia da Muichpreis“. Und es endet in der Karibik, wo „Da Huawa, da Meier und I“ erkennen: „Da Mensch möcht’ oiwei des, wos a ned hod“.

Thematisch ist das alles nichts Neues. Die Art und Weise aber, wie die Kabarettisten ihren Stoff verpacken, ist einzigartig. Auf ihren Instrumenten sind sie Virtuosen, das Spektrum reicht von traditionell mit Ziach und Gitarre über Reggae, Blues und jazzige Klänge. Die bayerischen Texte dazu sind kritisch und hintersinnig, aber humorvoll. Dabei kommen „Da Huawa, da Meier und I“ ohne flache Witze aus und laufen so nie Gefahr, ins Niveaulose abzudriften.

Mit seiner natürlichen, ungekünstelten Interpretation von Volksmusik legte das Trio eine Punktlandung bei den Zuhörern hin, die es zum Schluss nicht mehr auf den Bänken im vollbesetzten Festzelt hielt. (cb)

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