In Frauchens Arm fühlt sich die kleine Hündin sicher. Der Giftköder hätte sie das Leben kosten können. foto: sabine hermsdorf

Hundebaby Trico vergiftet

Wolfratshausen - Hundebaby Trico ist Opfer Nummer drei in diesem Jahr. Die Hündin hat den Giftköder überlebt - wie vor ihr Nelly und Billy. Wer in Farchet sein Unwesen treibt, weiß niemand.

Die kleine Entlebucher Sennenhündin sollte spüren, wie sich die Welt hinter dem Gartenzaun anfühlt. Wie sie schmeckt und riecht, und wie schön es ist, wenn die Pfoten über den von der Sonne aufgewärmten Boden tapsen. Stattdessen musste Trico erfahren, dass auch an einem schönen Sommertag nicht alles eitel Sonnenschein ist in der Welt. Ein giftiges Stück Wurst, drapiert unter einem Busch, wurde für sie zur Falle, die tödlich hätte sein können.

Vor drei Wochen hatten Angelika Leicht und ihr Freund den Welpen aus der Oberpfalz zu sich nach Hause in die Loisachstadt geholt. Am vergangenen Samstag war es Zeit für den ersten großen Spaziergang. „Alles war so neu und aufregend für Trico“, erzählt die junge Frau. Weit waren die beiden noch nicht gelaufen, als die Hündin den Giftköder auf einem Rasenstück gegenüber des Lidl-Markts entdeckte. „Ich habe sie gleich an der Leine zurückgezogen“, erzählt Angelika Leicht. Aber Trico hatte das Wurststück schon im Maul gehabt. „Es war eine richtig grobe Jägerwurst, mit bläulicher Färbung“, beschreibt die junge Frau das Aussehen des Köders. Sofort eilte sie nach Hause, wo sie dem Welpen gründlich den Mund auswusch. „Dann haben wir sie in die Tierklinik Starnberg gebracht.“ Dort bekam Trico eine Spritze, die sie mehrmals erbrechen ließ. Anschließend wurde ihr der Magen ausgepumpt. „Die Tierärztin vermutet, dass die Wurst mit Rattengift präpariert war“, sagt die 22-jährige Besitzerin.

Dass in Farchet ganz offensichtlich ein Hundehasser umgeht, ist bekannt (siehe Kasten unten). Die meisten Vierbeiner, die es bisher erwischte, hatten Glück - weil ihre Besitzer umsichtig handelten. So wie Angelika Leicht. Auf die Frage nach dem „Warum?“ kann auch sie sich keinen rechten Reim machen. „Vermutlich hat da mal jemand schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht.“

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