DSDS-Gewinnerin Aneta Sablik

„Ich werde sicher nie ins Dschungelcamp gehen“

Geretsried – „Ihre Karriere steht auf der Kippe“: Unter diesem Titel berichtet die Zeitschrift Bunte über Aneta Sablik, Gewinnerin der elften Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS).

Die 25-jährige Polin, die bei der Familie ihres Verlobten in Gelting wohnt, musste seit ihrem Sieg vor fünf Monaten einige Rückschläge einstecken.

„Ich musste vor Glück weinen und mich darauf konzentrieren, mich auf den Füßen zu halten“, beschreibt Sablik gegenüber Bunte ihren Triumph am Abend des 3. Mai. Danach sei sie einen Monat lang nur umhergeflogen. „Ich war schon froh, wenn ich zwei Nächte am gleichen Ort war. Plötzlich führte ich ein ganz anderes Leben.“ Und, so zitiert Bunte die DSDS-Gewinnerin: „Ich habe jetzt von allem mehr: mehr Probleme, aber auch mehr Spaß.“

Wie berichtet wurden von den 20 geplanten Konzerten ihrer Tournee 18 gestrichen. „Natürlich war ich traurig“, sagt Sablik. „Ich bin wohl noch zu frisch im Business, um auf eine eigene Tour in großen Hallen zu gehen.“ Offiziell war von „produktionstechnischen Gründen“ die Rede. Gegenüber Bunte gibt Reinhardt Grahl vom Konzertveranstalter Meistersinger zu: „Die Tour war zu ambitioniert geplant. Mit Electro Dance kann man keine Hallen füllen.“ Sabliks Musik funktioniere im Club besser. „Disco-Betreiber haben sie bereits als funkelndes Juwel entdeckt, und wir planen fleißig Auftritte“, wird Grahl zitiert.

Laut Bunte will die 25-Jährige in diesen Tagen in Polen ihr Bachelor-Studium in Kulturwissenschaft und Journalistik abschließen. Ihr Verlobter Kevin begleitet sie überall hin. Sie würde gerne auf Sardinien heiraten, verrät Sablik. Aber momentan fehle dafür die Zeit. Auf die Frage, ob es das alles wert ist, sagt sie: „Ich mache endlich das, was ich liebe. Und das Gefühl, wenn 3000 Leute meine Lieder mitsingen, ist einfach zu schön.“

Sabliks Fazit der vergangenen Monate: „60 Prozent der Erfolge sind harte Arbeit, der Rest ist Glück. Ich weiß jetzt, das Musik ein schweres Business ist. Man muss ein Kämpfer sein.“ Sie habe mit vielen Künstlern gesprochen. „Alle haben Zukunftsangst. Das ist anscheinend normal – genauso normal wie ständige Kritik. Das ist die Schattenseite der Berühmtheit.“ Aber selbst wenn ihre Musikkarriere scheitern sollte – eines kommt für Sablik nicht infrage: „Ich werde sicher nie ins RTL-Dschungelcamp gehen.“

(sas)

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