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Künftig gibt es keine Volksmusik-Sendungen mehr auf Bayern 1.

„Der BR soll daraus lernen“

18.000 Unterschriften gegen Volksmusik-Aus auf Bayern 1

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Icking/München – Der Ickinger Maximilian Stocker will mit seiner Petition gegen das Aus der Volksmusiksendung auf Bayern 1 ein Zeichen setzen. Bereits rund 18 000 Unterstützer hat er gefunden.

 „Wenn sich jemand Bayerischer Rundfunk schimpft, sollte er auch Volksmusik bringen“, findet Maximilian Stocker. Mit einer Online-Petition hat der Ickinger seit Februar 17 591 Volksmusikfreunde „Für den Erhalt der Volksmusik auf Bayern 1“ mobilisiert. Die Unterschriften hat Stocker nun an den Landtag übergeben.

Im Protest vereint: Volksmusikfreunde im ganzen Bayernland sind seit Monaten über das Vorgehen des Bayerischen Rundfunks (BR) verärgert. Wie berichtet möchte der die Volksmusik aus seinem Programm streichen. Ab Pfingstsonntag kann sie nur noch im Digitalradio gehört werden. Mehrere Petitionen mit dem Ziel, die Volks- und Blasmusik auf den Kanälen von Bayern 1 zu erhalten, laufen im Freistaat.

Einer von denen, die sich für dieses Ziel einsetzen, ist der Ortsvorsitzende der Bayernpartei in der Gemeinde Icking. Der 24 Jahre alte Maximilian Stocker hat die Initiative ergriffen und eine Online-Unterschriftensammlung angeschoben. 17 591 Unterschriften sind bis Donnerstag zusammengekommen. Diese hat Stocker nun an den Landtag übergeben. Schützenhilfe erhielt er dabei von Carmen Kühnl, Vorsitzende des Vereins Volkslied und Volksmusik sowie von dem Landtagsabgeordneten der Freien Wähler, Prof. Dr. Michael Piazolo.

Petitionsübergabe: (v. li.) Maxi Stocker sowie Alfred Heindl, Carmen E. Kühnl und Peter Riedner vom Verein für Volkslied und Volksmusik übergaben Landtagspräsidentin Barbara Stamm die Unterschriften.

Nun ist ein 24-jähriger junger Mann nicht gerade das, was man sich unter dem Parade-Volksmusikfreund vorstellt. Doch weit gefehlt. „Ich bin selber Volksmusikliebhaber und mache das Ganze auch aus eigenem Interesse“, sagt Stocker auf Nachfrage unserer Zeitung. Bevorzugt höre er traditionelle Volksmusik, Danzl- und Saitenmusik. „Es darf aber auch gerne in die moderne Richtung à la La Brass Banda gehen“, sagt der Lokalpolitiker. Entsprechend ärgerlich finde er also auch persönlich das Verhalten des BR. Mehr noch. „Ich halte es für gefährlich, bayerisches Kulturgut in einen Randsender abzuschieben“, zürnt der Ickinger. Die Unterstützung seiner Partei sei natürlich sehr hilfreich.
 
Dass seine Aktion die BR-Verantwortlichen wohl kaum umstimmen wird, das ist Stocker durchaus klar. Darum geht es dem 24-Jährigen aber auch gar nicht. Er findet: „Wenn sich jemand Bayerischer Rundfunk schimpft, dann soll er gefälligst auch Volksmusik bringen.“ Hinzu komme, dass der BR insbesondere auch viele ältere Hörer vergraule. „Es sollte meiner Meinung nach aber für jeden was dabei sein. Schließlich zahlen wir ja auch alle GEZ-Gebühren.“ Es gehe ihm einzig und allein darum, ein Zeichen zu setzen. „Weil es mich einfach narrisch macht.“ Aus den Reihen des BR habe er gehört, dass man dort wohl nicht mit so viel Gegenwehr gerechnet habe. Zahlreiche Anrufe von Volksmusikfreunden aus ganz Bayern, würden ihm zudem noch Rückenwind geben.

Der Sender argumentiere ja immer damit, dass die Zahl der Zuhörer stetig sinke. „Laut Herrn Piazolo stimmt das aber nicht. Die Zuhörerschaft wächst jedes Jahr um 30 000“, hält Stocker entgegen.

Doch wie geht es nun weiter? 81 Tage läuft die Online-Petition noch. Die Zahl der Unterstützer klettert weiter minütlich munter in die Höhe. „Ich hoffe sehr, dass noch möglichst viele Leute unterschreiben“, sagt Maximilian Stocker. Und schiebt eine kleine Kampfansage hinterher: „Der BR soll daraus lernen.“

ah

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