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Ein Schmuckstück: Im Vereineheim Dorfen spielt sich quasi das gesamte Gemeindeleben ab.

Es wird gefeiert

20 Jahre Vereineheim Dorfen: „Eine Bereicherung für ganz Icking“

Das Vereineheim Dorfen ist aus dem gemeindlichen wie auch kulturellen Leben in der Region nicht mehr wegzudenken. Heuer wird das Haus 20 Jahre alt – ein Anlass, den die Dorfener Vereine mit einer Jubiläumsveranstaltung an diesem Sonntag, 1. Oktober, gebührend feiern.

Dorfen Lange hatten die Dorfener auf ihr Vereinsheim warten müssen. Anfang der 1990er Jahre gelang es der Gemeinde schließlich, den Filserhof an der Attenhauser Straße samt dem Kieberg zu erwerben. Landwirt Dionys Holzer war ausgesiedelt. Doch die ursprünglich vorgesehene Renovierung erwies sich als zu aufwendig. Das alte Gebäude musste abgerissen werden, es wurde aber nahezu originalgetreu wieder aufgebaut.

Der ortsansässige Architekt Hannes Wandl plante den früheren Filserhof fast exakt nach der Vorlage. Dorfener Vereine und viele Bürger errichteten in der Folge das Vereineheim fast komplett in Eigenregie. Rund 8200 Arbeitsstunden leisteten sie dabei ehrenamtlich. Der damalige und inzwischen verstorbene Bürgermeister von Icking, Hubert Guggenmos, sprach von einem „beispielhaften Gemeinschafts- und Bürgersinn“.

Eine der größten Anlagen im Nordlandkreis

Im Oktober 1996 feierte man Richtfest, und ein Jahr später, am 17. Oktober 1997, fand die Einweihung statt. Das Vereineheim umfasst einen 200 Quadratmeter großen Saal mit Bühne und Galerie im Obergeschoss, einen Schützenraum im Untergeschoss mit zwölf Schießständen – eine der größten Anlagen im Nordlandkreis – sowie ein Vereinsstüberl.

Im Laufe der Jahre gab es verschiedene Änderungen. So zog eine Pizzeria für einige Jahre in die Räume des Stüberls, man ließ eine Saalküche einbauen. Auch der Vorplatz wurde inzwischen gepflastert. Demnächst möchte man den Boden im Saal erneuern.

Ganze Gemeinde nutzt Vereineheim

Seit 2011 befindet sich im Erdgeschoss des Gebäudes die „Land Wirtschaft Beim Schlicke“. Pächter Martin Schlickenrieder kümmert sich auch um die Terminorganisation der zahlreichen Veranstaltungen im Vereinsheim, wie die Dorfener ihren Treffpunkt nach wie vor nennen. „Das Vereineheim ist aus der Gemeinde fast nicht mehr wegzudenken“, sagt Schlickenrieder, der zudem Gemeinderat und Vorstand der Dorfener Feuerwehr ist. „Der Saal wird nicht nur von den Dorfener Bürgern, sondern von der ganzen Gemeinde genutzt.“

Ursprünglich sollte das Vereineheim im Bauernhof von Dionys Holzer entstehen. Doch eine Renovierung erwies sich als zu aufwändig, das Anwesen wurde abgebrochen.

Ob Faschingsbälle oder Starkbierfest, Adventsmarkt oder Weinfest, Theaterproben, Geburtstagsfeiern, Jahres- und Bürgerversammlungen, Veranstaltungen der Dorfener und Ickinger Vereine und nicht zu vergessen das Abo-Programm von Wolfgang Ramadan mit vielen Größen aus der deutschsprachigen Kabarettszene: Der Saal des Vereineheims ist fast jedes Wochenende belegt.

„Damals hat ein ganzes Dorf gezeigt, dass man mit geringerem Geld- und vereintem Arbeitseinsatz etwas Großes schaffen kann“, kommentiert Ickings Bürgermeisterin Margit Menrad das 20-jährige Jubiläum des Dorfener Vereineheims. „Es ist mit den vielen Veranstaltungen, die es dort gibt, eine Bereicherung für ganz Icking“, sagt sie.

Das Festprogramm

Zum Jubiläum „20 Jahre Vereineheim Dorfen“ laden die Freiwillige Feuerwehr, die Zimmerstutzen-Schützengesellschaft, der Soldaten- und Kriegerverein sowie der Burschenverein ein. Das Programm: 8.45 Uhr Aufstellung der Vereine und Fahnenabordnungen vor dem Vereineheim zum Kirchenzug; 9 Uhr: Festlicher Gottesdienst in der Filialkirche St. Johannes der Täufer in Dorfen; Im Anschluss: Festzug zurück zum Vereineheim, anschließend Frühschoppen mit Weißwürsten, Begrüßung durch die Vereinsvorstände und Grußwort von Bürgermeisterin Margit Menrad. Zum Mittagessen gibt es Gegrilltes und mehr, am Nachmittag Kaffee und Kuchen. Die veranstaltenden Vereine bieten verschiedene Aktionen an, zum Beispiel Ziel-Kübelspritzen und Lichtgewehr-Scattschießen am Schießstand. Mit der Hebebühne geht’s rauf, auch eine Hüpfburg ist aufgebaut. Die Blaskapelle Irschenhausen umrahmt die Jubiläumsfeier musikalisch.

Yvonne Zuber

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