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„Nie dagewesene Pleitewelle“ verhindern: Brandbrief an Landespolitiker und Landräte

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Von: Carl-Christian Eick

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Mann mit Hut
Wolfgang Ramadan, Geschäftsführer von „BrotZeit & Spiele“. Der Kulturbetrieb leistet nach Worten des Ickingers „seit 18 Jahren die kulturelle Grundversorgung“ in zwölf oberbayrischen Städten und Gemeinden. © Archiv

Kultur-Impresario Wolfgang Ramadan fürchtet in Folge der Corona-Pandemie „eine nie dagewesene Pleitewelle“. Der Ickinger hat einen Brandbrief an politische Entscheidungsträger geschrieben.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Verlängerung der Zahlung des Kurzarbeitergeldes für die Kulturbranche über Februar hinaus: Das fordert der Ickinger Wolfgang Ramadan, Geschäftsführer von „BrotZeit & Spiele“. Ramadan hat nach eigenen Angaben einen „Brandbrief“ an alle Landtagsabgeordneten, Landräte und Bürgermeister in den Orten geschrieben, in denen er sein Kulturprogramm anbietet – das sind unter anderem Städte und Gemeinden im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Laut Ramadan haben ihm Landrat Josef Niedermaier (FW) sowie der hiesige CSU-Stimmkreisabgeordnete Martin Bachhuber bereits ihre Unterstützung zugesichert.

Corona-Pandemie: Kurzarbeitergeld für Kulturbranche verlängern

„Bald im dritten Pandemiejahr“ sei die Kulturbranche von den Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus betroffen, bilanziert Ramadan. Nur durch umfangreiche Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern sei es bislang gelungen, „eine nie dagewesene Pleitewelle verbunden mit massiven Arbeitsplatzverlusten zu verhindern“. Wesentlich sei in diesem Kontext dass Instrument der Kurzarbeit. Aber: Nach den derzeit geltenden Bestimmungen laufe die Kurzarbeit Ende Februar aus. Das heiße: Ab März müssten die meisten Kultur- und Veranstaltungsbetriebe „die vollen Lohnkosten selbst aufbringen, obwohl ihnen durch die aktuellen Verordnungen keine Möglichkeiten gegeben sind, relevante Umsätze zu erzielen“. Nach Einschätzung Ramadans stünden die Unternehmen dann vor der harten Entscheidung, „durch sofortige Kündigungen ihrer Mitarbeiter noch im Januar den drohenden Insolvenzgefahren zu begegnen“. Selbst Betriebe, die die derzeitige Situation wirtschaftlich überstehen, „könnten nach Ende der Pandemie nicht mehr auf qualifiziertes Personal zurückgreifen und hätten auch keine Perspektive“, so der Ickinger.

Wir benötigen angesichts der pandemischen Lage dringend die Zusage zur Verlängerung der Kurzarbeit für unsere Branche über den Februar 2022 hinaus inklusive der Übernahme der Sozialbeiträge. 

Wolfgang Ramadan

Vor diesem Hintergrund appelliert er mit Nachdruck an die Entscheidungsträger, sich „zum Erhalt der kulturellen Vielfalt in unserem Land für die Veranstaltungswirtschaft einzusetzen“. Dringend notwendig sei „die Zusage zur Verlängerung der Kurzarbeit für unsere Branche über den Februar 2022 hinaus – inklusive der Übernahme der Sozialbeiträge“. (cce)

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