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In der Schaltzentrale: Bürgermeisterin Ma rgit Menrad und Rolf-Peter Scharfe von Vodafone Deutschland.  

Glasfaser Icking startet

Bahn frei auf dem Daten-Highway

Schneller Surfen, schneller hochladen: Das Bürgerprojekt „Glasfaser Icking“ wurde offiziell in Betrieb genommen.

Icking – Am Dienstag um 14.16 Uhr drückten Bürgermeisterin Margit Menrad und Rolf-Peter Scharfe von Vodafone Deutschland den Startknopf für „Glasfaser Icking“. „Die digitale Zukunft in Icking kann beginnen“, sagte die Rathauschefin.

Für einen Nachmittag war der Sitzungssaal des Rathauses zur provisorischen Schaltzentrale umfunktioniert worden. Menrad und Scharfe präsentierten die Geschwindigkeiten, die aktuell zur Verfügung stehen, nämlich um die 500 Mbit/s im download und über 50 Mbit/s im upload. Gefeiert wurde die offizielle Inbetriebnahme von „Glasfaser Icking“ mit vielen Gästen, darunter die beteiligten Firmen, die Gemeinderäte und Vertreter der Breitbandinitiative Icking.

„Glasfaser Icking ist ein Bürgerprojekt“

Die Rathauschefin hob hervor, dass der Gemeinderat mit seinen Entscheidungen in Sachen Glasfaser bis zum Haus „Weitsicht bewiesen hat“. Sie dankte auch der Breitbandinitiative, die mit viel Überzeugungsarbeit das Projekt vorwärts getrieben hat. „Glasfaser Icking ist ein Bürgerprojekt“, betonte Menrad. Um das Projekt starten zu können, habe man im Januar 700 Haushalte benötigt. „Inzwischen sind schon 969 Haushalte dabei.“

Die Rathauschefin ging auch nochmals kurz auf die auf 6,6 Millionen Euro gestiegenen Kosten ein. „Dies kann schon fast allein mit der Steigerung der Baukosten um jährlich fünf Prozent erklären.“ Hinzu komme, dass man alle Bürger anschließen wollte und nicht nur „Icking-Downtown“.

Gemeindeweite Glasfaserverbindung bis zum Haus

Dass der erste Spatenstich erst im Oktober 2016 stattfinden konnte, erklärte sie mit der langen Prüfung, da Icking die erste Gemeinde in Bayern ist, die dieses Modell – eine gemeindeweite Glasfaserverbindung bis zum Haus – mit dem Zuschuss des Freistaates verwirklicht. „Bisher konnten 241 Hausübergabepunkte fertiggestellt werden“, so die Rathauschefin. In 25 Häusern stehe bereits die Glasfaserverbindung. In den letzten Monaten seien auf 18 von 42 Straßenkilometern Leerrohre verlegt worden, also ein gutes Drittel.

Scharfe betonte, dass mit den Geschwindigkeiten „noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist“. Er lobte den Entschluss, den „Daten-Highway“ zu bauen. Damit habe man die Gemeinde weit nach vorne gebracht. Als „sportlichen Termin“ für die Fertigstellung des Projekts nannte er Ende 2018. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, so Menrad. „Es ist ein kleiner Schritt für die digitale Welt, aber ein großer Schritt für Icking.“ Yvonne Zuber

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