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Ein „Wesen von einem anderen Stern“: Das ist die Künstlerin Inge Doldinger (re.) für Galeristin Lia Schneider-Stöckl (li.). Die Vernissage im Hollerhaus begleiteten Klaus Doldinger (2. v. re.) und Wolfgang Schmid musikalisch.

Ausstellung

Bilder mit Botschaften

Malerin und Fotokünstlerin Inge Doldinger stellt im Irschenhausener Hollerhaus ihre Werke aus.

Irschenhausen– Für Galeristin Lia Schneider-Stöckl ist die Malerin und Fotokünstlerin Inge Doldinger ein „Wesen von einem anderen Stern“. Seit 1968 lebt und arbeitet die gebürtige Düsseldorferin in Icking, wo sie drei Kinder groß gezogen hat und schöpferische Begleiterin ihres weltberühmten Ehemannes Klaus Doldinger auf unendlich vielen Reisen gewesen ist. Vor 20 Jahren hat Inge Doldinger den Computer als ihr Werkzeug entdeckt, mit dessen Hilfe sie lernte, ihre Fotografien künstlerisch zu bearbeiten. „Die Kunstwerke von Inge Doldinger sind ebenso Bilder des Lebens wie Botschaften der Versöhnung“, sagte Kunstkenner Dr. Elmar Zorn in seiner Einführung zur Ausstellung im Hollerhaus.

Bei den ausgestellten Werken vermischen sich Himmel und Erde, Städte und Naturlandschaften, An- und Draufsichten. Trotz künstlerischer Bearbeitung bleibt die Natur beim Betrachter als wesentliches Element im Kunstwerk erhalten. Da ist zum Beispiel das Bild „Jesus auf dem Corcovado“. Unverkennbar darauf die Silhouette der berühmten Christus-Figur in Rio de Janeiro mit den nachträglich eingefügten Bibelworten aus dem Matthäus-Evangelium „Suchet, dann werdet Ihr finden“. Beim Bild „Freiheit“ handelt es sich um eine Hommage an die Freiheitsstatue in New York, bei der der Betrachter nicht weiß, ob sich die lose umgebende, weißlich schimmernde Schlinge nicht im nächsten Augenblick zuzieht. Mit Verweis auf den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump resümierte Zorn, dass gerade auch dieses Kunstwerk weltweit vielleicht „winzig“ an Bedeutung sei, aber dennoch ein wichtiges Puzzle-Teil der künstlerischen Gesamt-Botschaft an die zu Großen und zu Mächtigen dieser Erde.

Die Vernissage begleiteten Klaus Doldinger am Saxofon und sein langjähriger Mit-Musiker Wolfgang Schmid am E-Bass. Die Improvisationen der musikalischen Meister erfreute nicht nur die Künstlerin, sondern rissen die Gäste zu Jubelstürmen hin. Als dann noch die Schlagzeug-Koryphäe Pete York mit Kochtopf und Kochlöffeln bewaffnet sich durch die Hintertür anschickte, das Duo zu begleiten, kannte die Begeisterung gar keine Grenzen mehr. 

Info

Die Ausstellung „Flügel der Hoffnung“ ist noch bis 18. Juni zu sehen. An diesem Montag um 18.30 Uhr begleitet das Bayerische Fernsehen in der „Abendschau“ Inge Doldinger bei ihrer Arbeit.

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