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Auf rund 4,5 Millionen Euro belaufen sich die Gesamtkosten für das geplante Glasfasernetz der Gemeinde Icking.

Glasfaserausbau der Gemeinde

Internetausbau in Icking wird teurer als erwartet

Icking – Auf rund 4,5 Millionen Euro belaufen sich die Gesamtkosten für das geplante Glasfasernetz der Gemeinde Icking. Das bedeutet 700 000 Euro mehr als in der Kostenschätzung veranschlagt.

Die Ergebnisse der Entwurfsplanung und eine Kostenberechnung präsentierten den Räten in der jüngsten Sitzung Vertreter des Planungsbüros HPE, des Ingenieurbüros GFM und der Firma Breitband RL. Demnach belaufen sich die Projektkosten auf rund 4,5 Millionen Euro, inklusive Ingenieurhonorar auf rund 4,9 Millionen Euro. Die Schätzkosten lagen bei rund 3,8 Millionen Euro (ohne Ingenieurhonorar). Die wichtigste Ursache für die Mehrkosten von rund 700 000 Euro sind allerdings, wie die Experten erläuterten, die veränderten Kalkulationsgrundlagen.

So war man bei der Kostenschätzung von einer Vorvermarktungsquote von 40 Prozent bei 1600 Haushalten ausgegangen, was 640 Vorverträgen entspricht. Tatsächlich wurden aber 902 Vorverträge abgeschlossen, was eine Vorvermarktungsquote von 56 Prozent bedeutet und eine Erhöhung der Gebäudestiche, also der Glasfaser-Verbindung zum Haus, um 40,1 Prozent. Wie berichtet ist bei den Vorverträgen der Hausanschluss kostenfrei.

Höhere Beteiligung bedeutet höhere Investitionskosten

„Durch die größere Beteiligung steigen die Investitionskosten für die Gemeinde“, erläuterte einer der Fachleute. Langfristig zahle sich eine hohe Beteiligung aber durch mehr Pachteinnahmen aus. Zudem wurde in der Kostenschätzung eine Länge der Verbindung bis zum Haus von 15 Metern angenommen, jetzt geht man von 20 Metern aus. Auch ist jetzt der Hausübergabepunkt, also der Anschluss im Haus, enthalten, was zirka 80 000 Euro bedeutet.

Es gibt noch Punkte, an denen man sparen kann

Noch nicht berücksichtigt ist in der Berechnung der finanzielle Beitrag für eine gemeinsame Streckenführung mit der Firma Vodafone Kabel Deutschland in Höhe von 75 000 Euro sowie der finanzielle Zuschuss der Breitbandförderung, der rund 600 000 Euro ausmacht. Bürgermeisterin Margit Menrad riet in der Sitzung dazu, einen Einsparungsvorschlag der Experten aufzugreifen.

So könnte die Gemeinde das Material selbst beschaffen, wodurch sich die Materialkosten um zirka zehn Prozent vermindern lassen würden. Dies würde in etwa 71 000 Euro entsprechen. „Das ist zu schaffen“, meinte Menrad. Die Amortisationszeit des Projekts setzten die Fachleute mit 29 Jahren an. Kämmerer Stefan Fischer bewertete die Mehrkosten als verkraftbar, da man diese mit den erhöhten Pachtrückläufen finanzieren könne. Nach dem vorgelegten Zeitplan soll die Ausschreibung Ende Februar veröffentlicht werden. Der Baubeginn ist für Mai 2016, die Inbetriebnahme des Glasfasernetzes für November 2017 geplant. Die Räte nahmen die Entwurfsplanung zur Kenntnis und beschlossen einstimmig die nächsten Planungsschritte.

von Yvonne Zuber

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