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Markenzeichen schwarzer Hut: Impressario Wolfgang Ramadan.

Theaterreihe 

„BrotZeit & Spiele“: Wolfgang Ramadan lädt ein

Icking - „BrotZeit & Spiele“ ist der neue Name für Wolfgang Ramadans Theaterreihe, die in Icking seit zwölf Jahren läuft. So erklärt der Kulturschaffende das erfolgreiche Projekt:

Wenn Wolfgang Ramadan zu einer Abendveranstaltung im Rahmen seiner „BrotZeit & Spiele“ einlädt, dann steht der Veranstalter mit dem verschmitzten Lächeln persönlich am Eingang, begrüßt die Gäste und versorgt sie mit Gummibärchen. Zuvor hat er schon dem Künstler die Garderobe eingeheizt, damit er es schön warm hat. „Wenn es dem Künstler gut geht, geht es auch dem Publikum gut“, so seine Devise.

„BrotZeit & Spiele“ ist der neue Name für Ramadans Theaterreihe. Es gibt sie neben dem Icking Abo im Dorfener Vereineheim noch an neun weiteren Spielorten in Oberbayern. Seit Jahren ist seine Theaterreihe ein Erfolg.

Ramadan, der stets schwarzen Hut trägt, hat 30 Jahre Kulturerfahrung. Er war Kurator bei der 850 Jahrfeier in München, Spielleiter der 200 Jahrfeier des Englischen Gartens und „alles Mögliche“, wie er es lapidar nennt, auf dem Theaterfestival in München, aus dem später das Tollwood hervorging. Hinzu kommt, dass er ein einfaches aber effektives Konzept verfolgt. Mit fünf bis sieben Veranstaltungen im Jahr, stets in Zeiten, in denen weniger geboten ist, sorgt er „für die kulturelle Grundversorgung“. Jeder Abonnent hat seinen festen Sitzplatz, jede Eintrittskarte ist frei übertragbar. Wird sie nicht verkauft, bietet der gebürtige Münchner, der in Icking lebt, sie als Ticketspende für Menschen mit kleinem Kulturgeldbeutel an.

In Icking läuft Ramadans Kabarett- und Musikreihe seit zwölf Jahren kontinuierlich so gut, dass es das Abonnement inzwischen als Doppelpack mit jeweils zwei Veranstaltungen gibt. „Die ausgewogene Mischung zwischen prominenten Zugpferden und Ausnahmetalenten macht‘s“, kommentiert er den Erfolg. Die Mischung sieht im kommenden Jahr wieder ordentlich bunt aus – mit Wolfgang Krebs, Andreas Martin Hofmeir, Josef Brustmann, Philipp Weber, Karsten Kaie, Roland Hefter und Christine Eixenberger. Aberwitziger Polit-Unsinn, Musikkabarett von einem Echo-Klassik-Gewinner, heimische Kunst vom Wortkaskadeur. „Wir haben einen ehrlichen Lügner dieses Mal dabei und eine Lehramtsreferendarin, die über „Lernbelästigung“ schimpft.“ Derart kulturelle Belebung, sagt der Impressario, sei auch den Kommunen nur von Vorteil. „Künstler beleben das Geschäft. Hat sich ein Spielort etabliert, trägt er zur Erhöhung des Marktwerts einer Stadt bei“, so die Meinung des erfahrenen Veranstalters.

Wolfgang Ramadan war von 1990 bis 1995 Kulturreferent der Stadt Garching bei München, damals jüngster Kulturamtsleiter bundesweit – und erfolgreich. Über diesen Job kam er an ein Studienprojekt der Universität Hamburg, in dem analysiert wurde, wer ins Theater geht und warum Menschen das tun. Dieses theoretische Wissen kombiniert mit seiner eigenen künstlerischen Kreativität und seiner unkonventionellen Art, Ideen umzusetzen, bringt dem Ickinger seinen nachhaltigen Erfolg.

Wolfgang Ramadan ist ein Künstler durch und durch. Seine eigenen Theaterstücke sind ungewöhnlich (Pension Nirvana, Kälberbrüten), seine Lyrik ist bissig, sein aktuelles Buch „Real Bairisch“ verkauft sich schon in zweiter Auflage. Wolfgang Ramadan ist ein Profi. „Kulturell lass ich mich nicht lumpen.“ Und das wissen auch die Künstler.

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