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Die Huberwiese in Icking soll nicht bebaut werden. Das haben die Ickinger im Bürgerentscheid beschlossen.

54 Prozent sprechen sich gegen Pläne der Gemeinde aus

Bürgerentscheid: Huberwiese wird nicht bebaut

Icking - Die Huberwiese in Icking wird nicht bebaut. Das haben am Sonntag die Wähler in einem Bürgerentscheid beschlossen.

Die Ickinger haben entschieden: Die "Huberwiese", die letzte große innerörtliche Freifläche der Gemeinde, soll nicht bebaut werden. Das ist das Ergebnis des Bürgerentscheids vom Sonntag.

54 Prozent der Wähler lehnen Bebauung ab

Gewissenhafte Auszählung: Katharina Zitzewitz, Evelin Schärer, Peter Schweiger und Claudia Roederstein (v. li.) prüften die im Ickinger Rathaus abgegebenen Stimmzettel.

Das Ergebnis: Von insgesamt 2885 Wahlberechtigten haben 1436 ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Beteiligung von 49,8 Prozent.
 
774 Wähler (54 Prozent) beantworteten die gestellte Frage des Bürgerentscheids mit "Ja" - und sprachen sich damit gegen die Bebauung der Wiese aus. Die Gemeinde soll eine Hälfte der Fläche nicht kaufen und die andere Hälfte des Grundeigentümers nicht in Bauland umwandeln. Der Flächennutzungsplan bleibt unverändert.
 
655 Stimmberechtigte (45,8 Prozent) haben mit "Nein" gestimmt, und befürworteten damit die Umwandlung in Bauland und die Fortführung der Kaufverhandlungen. Die gesetzliche Bindungsfrist für den Bürgerentscheid beträgt ein Jahr.

Wahlleiter Stefan Fischer verkündete das Ergebnis

Die Wähler hatten am Sonntag, 10. Juli, bis 18 Uhr die Möglichkeit, ihre Stimmen im Rathaus, im Vereineheim Dorfen und der Grundschule abzugeben (Lesen Sie auch: Countdown - Das müssen Sie zum Bürgerentscheid wissen). Knapp 600 Ickinger nutzten vor dem Wahltag die Möglichkeit der Briefwahl. Die Auszählung der Ergebnisse dauerte am Sonntagabend gut eine Stunde. Dann verkündete Wahlleiter Stefan Fischer das Ergebnis.

Die Reaktionen

„Es ist ein klares Votum dafür, dass die Wiese bestehen bleiben soll“, kommentierte Dr. Georg Linsinger (UBI) das Abstimmungsergebnis. Claudia Roederstein (UBI) zeigte sich von dem Ergebnis enttäuscht. „Es ist bedauerlich, dass die Gemeinde in einer solchen 1a-Lage nicht die Möglichkeit hat, eine Fläche zu erwerben für gemeindliche Aufgaben. Es ist ein Paradebeispiel für die Emotionalisierung eines sachlichen Themas.“

Wie berichtet hatten sich die Unabhängige Bürgerliste (UBI), PWG und CSU gemeinsam für ein „Nein“ auf den Stimmzetteln stark gemacht und damit dafür ausgesprochen, dass die Gemeinde fast die Hälfte des Grundstücks, rund 4200 Quadratmeter, vergünstigt erwirbt, im Gegenzug für ein Baurecht des Eigentümers für die andere Hälfte.

Als Gewinner des Bürgerentscheids durfte sich am Sonntag somit die Bürgerinitiative „Unser Icking“ fühlen, die das Bürgerbegehren mit der Folge eines Bürgerentscheids initiiert hatte. Über mehrere Wochen hatten sie auf ihrer Homepage und mit Flyern für ein „Ja“ beim Bürgerentscheid geworben. Unter anderem mit der Begründung, dass es nicht nur um die Freihaltung einer prägenden Grünfläche gehe, sondern auch um eine Weichenstellung zur Bewahrung der Landschaft und des ländlichen Charakter des Ortes.

„Wir freuen uns über den positiven Ausgang und bedanken uns für die Unterstützung“, sagte Philipp von Braunschweig von der Bürgerinitiative (BI). „Wir begrüßen auch die ausdrückliche Zusage der Mehrheitsfraktionen, das Ergebnis des Bürgerentscheids über die einjährige Bindungsfrist hinaus zu akzeptieren“. Die BI werde über den Bürgerentscheid hinaus als loser Verbund engagierter Bürger fortbestehen – „und ein wachsames Auge auf den Umgang der von uns gewählten Gemeinderäte mit dem uns für die kommenden Generationen anvertrauten Landschaftsbild haben.“

dor

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