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Die Erweiterung der Kinderkrippe steht nach den Worten von Ickings Bürgermeisterin Margit Menrad ganz oben auf der Agenda. Der öffentliche Platz soll trotzdem erhalten bleiben. 

Bürgermeisterin gibt Ausblick

Diese Großprojekte arbeitet Icking 2018 ab 

Die Großprojekte halten Icking auf Trab. Was 2018 passieren soll, darüber hat Bürgermeisterin Margit Menrad mit uns gesprochen.

Icking – Die Großprojekte halten Icking weiter auf Trab. „Viele Themen, die uns in diesem Jahr beschäftigen, sind eigentlich alte Bekannte“, stellt Bürgermeisterin Margit Menrad in einer Vorschau auf das Jahr 2018 fest. „Wobei das geplante Geothermiekraftwerk und der Bau des Supermarkts Projekte privater Investoren sind.“

Krippe

„Ganz oben steht die Erweiterung der Krippe“, betont Menrad. „Wir hatten ja im letzten Frühjahr fast eine komplette Gruppe an Kleinkindern, die nicht aufgenommen werden konnte.“ Der Gemeinderat habe entschieden, die Krippe um drei Gruppen zu erweitern, um auch für den künftigen Bedarf gewappnet zu sein. „Die Betreuungsnachfrage liegt in Icking bei über 60 Prozent, Tendenz steigend“, so Menrad. „Außerdem werden in nächster Zeit sowohl am Fuchsbichl als auch an der Ludwig-Dürr-Straße mehrere neue Häuser entstehen. Wir rechnen auch künftig mit dem Zuzug junger Familien.“

Supermarkt

Im Sommer 2014 hat die Gemeinde die Maibaumwiese für den Bau eines Supermarkts im Erbbaurecht vergeben. „Außerdem wurde ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt, um die Vorgaben der Gemeinde festzuschreiben“, erklärt die Rathauschefin. Im November 2016 habe das Landratsamt die Baugenehmigung für die Errichtung des Supermarkts erteilt. Die Umsetzung liege nun beim Bauherrn. „Es interessiert uns aber trotzdem sehr“, stellt Menrad klar. Aus Gründen der Statik musste der Bauherr eine Bohrpfahlwand erstellen, die im Sommer 2017 fertiggestellt wurde. „Baubeginn für den Supermarkt ist für dieses Frühjahr vorgesehen“, so die Bürgermeisterin. „Wir hoffen, dass es dem Bauherrn gelingt, alle notwendigen Baufirmen zu gewinnen.“

Glasfasernetz

Rund 6,5 Millionen Euro investiert die Gemeinde Icking in eine gemeindeweite Glasfaserverbindung bis zum Haus. Seit Oktober 2016 laufen die Bauarbeiten für „Glasfaser Icking“. „Wetterbedingt hatten wir eine lange Winterpause“, erklärt Menrad. Angeschlossen seien derzeit erst etwa 20 Haushalte. „Sobald es die Witterung zulässt gehen die Arbeiten sofort weiter.“ Offenbar hätten derzeit einige Bürger Probleme beim Anbieterwechsel. Diese Problem mache aber nicht der Wechsel zum Glasfasernetz, sondern die Umstellung innerhalb des DSL-Netzes der Telekom, stellt die Bürgermeisterin klar. Wann können alle Ickinger die schnelle Datenautobahn nutzen? Menrad: „Das Ziel ist noch immer, „Glasfaser Icking“ bis Ende 2018 fertigzustellen.“

Geothermie

Die Firma Erdwärme Isar GmbH plant, im Ortsteil Attenhausen ein Geothermiekraftwerk zur reinen Stromgewinnung zu bauen. Die Bohrung für die Reinjektion des gewonnenen Wassers soll zwischen Walchstadt und Wadlhausen stattfinden. Die erforderlichen Bohrgenehmigungen hat das Bergamt Süd bei der Regierung von Oberbayern erteilt. Derzeit wird der Bohrplatz in Attenhausen hergerichtet. Laut Planung der Erdwärme Isar GmbH soll mit den Bohrungen im Mai/Juni begonnen werden. „In der Bohrgenehmigung ist unter anderem geregelt, dass die Baustellenfahrzeuge den Bohrplatz ab der Raststätte Höhenrain über eine separate Waldzufahrt erreichen sollen“, erklärt Menrad. Diese sei auch fertiggestellt. Doch nun soll die Abfahrt ab der Raststätte Höhenrain nur für Lkw mit 40 Tonnen oder mehr Gesamtgewicht zugelassen werden. Ungelöst sei auch die Frage, wie das Thermalwasser von Attenhausen nach Walchstadt geleitet werden kann.

Menrad hat sich deshalb mit der Bitte um Unterstützung an das Wirtschaftsministerium gewandt, welches die Sache an das Innenministerium weitergeleitet habe. „Es wäre wohl ein echter Schildbürgerstreich, wenn eine Schneise durch den Wald geschlagen wird für eine Waldzufahrt, und diese dürfte dann nur mit Lkw mit 40 Tonnen und mehr befahren werden, während alle anderen großen Baustellenfahrzeuge durch die kleinen Ortschaften geschickt werden. Das ist nicht vertretbar.“ Eine Antwort des Innenministeriums stehe noch aus.

B11-Umgestaltung

„Ich hoffe sehr, dass wir dieses Jahr den Bau der Querungshilfe am südlichen Ortseingang umsetzen können“, erklärt Menrad. „Die Querungshilfe soll so breit angelegt werden, dass sie auch zu einer deutlichen Verlangsamung des Verkehrs im Ort führt.“ Die Planung sei vor zirka einem Jahr ausführlich mit dem Staatlichen Bauamt vorbesprochen worden. „Nun warten wir seit vergangenem Sommer auf die erforderliche Genehmigung.“

Wenzberg

Die Ergebnisse des Arbeitskreises in Sachen Wenzberg werden in der Sitzung des Gemeinderats am kommenden Montag, 5. März, vorgestellt (Beginn: 19.30 Uhr). Seit über einem Jahr beschäftigt die Umbenennung der Straße die Gemeinde, weil ihr Namenspatron, Paul Wenz, ein überzeugter Nationalsozialist gewesen ist. Im März vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat beschlossen einen Arbeitskreis einzusetzen, der die weitere Vorgehensweise erarbeiten soll. Der AK besteht aus fünf Gemeinderäten sowie den beiden Historikern Prof. Marita Krauss und Erich Kasberger.

Yvonne Zuber

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