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Noch Plätze frei: Rund 70 Ickinger folgten am Donnerstagabend der Einladung von Rathauschefin Margit Menrad zur Bürgerversammlung. 

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Bürgerversammlung in Icking: Paukenschlag und „ungelegte Eier“

Die Bürgerversammlung in Icking, zu der rund 70 Ickinger gekommen waren, verlief ruhig, aber keinesfalls langweilig. Die Bürgermeisterin nutzte den Abend für eine große Ankündigung. Andere Themen sind dagegen noch nicht spruchreif.

Icking Nach über drei Stunden, einige Zuhörer waren bereits nach Hause gegangen, beendete Margit Menrad den Abend mit einer persönlichen Erklärung: „Das Amt der Bürgermeisterin macht mir unwahrscheinlich viel Freude – in zwei Jahren werde ich mich aber nicht zur Wiederwahl stellen.“ So mancher Bürger zuckte sichtlich überrascht zusammen, andere tuschelten aufgeregt. Offizielle Wortmeldungen gab es an dem Abend keine mehr, die Versammlung war zu Ende.

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Die Bürgerversammlung, zu der rund 70 Ickinger gekommen waren, verlief ruhig, aber keinesfalls langweilig. Zunächst hatte Menrad gut 60 Minuten lang die aktuelle Situation der Isartalgemeinde dargestellt. Sie erwähnte Projekte wie die geplante Geothermieanlage, Glasfaser Icking, die Erweiterung der Kinderkrippe und die Umbenennung von Straßennamen in der Folge der Debatte über den Wenzberg. Menrad verriet den Zuhörern aber auch eine Neuigkeit: Es gebe Überlegungen, an die Stelle des Gemeinde- und Feuerwehrhauses in Dorfen ein Wohnhaus mit Dorfplatz zu bauen und die Feuerwehr auf dem Maisacker an der B 11 unterzubringen. Es handle sich um „ungelegte Eier“, betonte die Bürgermeisterin. Die Idee stamme aus dem Workshop des Gemeinderats zur Ortsentwicklung und Schaffung sozialgerechter Wohnungen. Nach Prüfung der Machbarkeit werde es eine Ortsteilversammlung in Dorfen geben. Da soll geklärt werden, ob ein Umzug der Feuerwehr sinnvoll ist und ob durch die Rochade die dringend benötigten Parkplätze für das Vereineheim entstehen könnten.

In puncto B11-Umbau verkündete die Rathauschefin gute Neuigkeiten. Sie habe in dieser Woche erfahren, dass der Antrag für die Querungshilfe an der B11 genehmigt werde.

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Zum Thema Sicherheit/Verkehrssicherheit sprachen eine gute Stunde der Leiter der Polizeiinspektion Wolfratshausen, Andreas Czerweny, und Hauptkommisar Tony Lechner. Beide Beamte zeigten sich für Anregungen aufgeschlossen. So plädierte ein Ickinger für die Entschärfung der Verkehrssituation morgens im Schulbereich durch „Kiss-and-Ride“-Plätze. Solche Stellflächen müssten ein paar hundert Meter von den Schulen entfernt geschaffen werden.

Abgestimmt wurde in der Versammlung über ein Sammelsurium an Anträgen. Dr. Beatrice Wagner, Vorsitzende der Ortsgruppe des Bund Naturschutz, wollte in Sachen Geothermie das Thema Fernwärme aufgegriffen sehen. Solche Gespräche gebe es bereits, man müsse aber erst das Ergebnis der Probebohrung abwarten, erklärte Menrad. Eine Anwohnerin des Rosenfeldweges wollte eine erneute Abstimmung im Gemeinderat über die Korrektur des Straßennamens in Else-Rosenfeld-Weg: wegen der Kosten und des Aufwandes für die Anwohner durch die beschlossene Änderung. Dem erteilte die Versammlung eine eine Absage. „Ich finde es wichtig, dass man Else Rosenfeld die Ehre zukommen lässt“, stellte Menrad fest. Keine Mehrheit fand zudem der Antrag, den Aufenthalt für Erholungssuchende am Stocker Weiher mit Bänken, einem Sonnenschirm oder Bäumen zu verschönern.

Yvonne Zuber

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