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Aufmerksame Zuhörer: Rund 70 Ickinger folgten der Einladung der G emeinde zur Diskussionsveranstaltung zum Thema Ortsentwicklung.

Diskussion um Ortsentwicklung 

Wie Icking in 20 Jahren aussehen soll

Eine klare Marschroute hat die Diskussionsveranstaltung zum Thema Ortsentwicklung nicht aufgezeigt. Aber das war auch nicht das Ziel. Vielmehr ging es darum, ein Meinungsbild für das weitere Vorgehen auszuloten.

Icking – Rund 70 Bürger hatten sich am Dienstabend im Sitzungssaal des Rathauses auf Einladung der Gemeinde eingefunden. Die Moderation übernahm Städteplanerin und Architektin Vera Winzinger, die bereits vor einigen Jahren für die Gemeinde eine Ortsbildanalyse für die Ortsgestaltungssatzung erarbeitet hatte. „Soll in der Gemeinde neues Bauland ausgewiesen werden?“, forderte Winzinger die Anwesenden zu einer spontanen Meinungsäußerung auf. Das war den meisten Ickingern zu wenig differenziert. Erst mit der ergänzten Bedingung „für bezahlbaren Wohnraum und für Grundstücke für Einheimische“ konnte sich rund ein Drittel eine Baulandausweisung vorstellen. Bürgermeisterin Margit Menrad erläuterte, dass die in Debatten oft bemühten 300 bis 400 Baurechte in Icking nur eine „theoretische Rechnung“ seien. „Diese Zahl ist nicht für eine realistische Planung geeignet.“ Es habe sich viel verändert und über eine Umsetzung entscheide nur der Eigentümer. Nicht vergessen dürfe man zu dem die Problematik der Niederschlagswasserbeseitigung.

Konzept in Richtung „Münchner Modell“

Die Bürgermeisterin gab einen Überblick über die Flächen, die sich aktuell im Besitz der Isartalgemeinde befinden. Die Bürger erkundigten sich, wie das Einheimischenmodell Spatzenloh angenommen worden sei. Auch der Sachstand beim seit Jahren umstrittenen Einheimischenmodell am Schäftlarner Weg wurde hinterfragt. Problematisch sahen einige Anwesenden die Auswirkungen auf die Infrastruktur, wenn die Bevölkerung zunimmt. Deutlich wurde, dass man kein Bauland ausweisen will für Bauträger, „die auf Grundstücken Doppelhäuser zu Preisen bauen, die sich Einheimische nicht leisten können“. Ein Konzept in Richtung „Münchner Modell“ wurde mehrfach angeregt. Für sinnvoll erachtet wurde etwa auch die Unterbringung mehrerer Wohneinheiten in einem Doppelhaus.

Moniert wurde, dass man sich in der Diskussion mit Einzelthemen befasse – statt mit einer Vision, wie Icking in 20 Jahren aussehen soll. Vieles blieb am Dienstag vage oder ganz offen. Aber immerhin: Der Abend ergab, dass die Anwesenden grundsätzlich den Bedarf eines Einheimischenmodells für junge Ickinger Familien sehen. Sowie für Mietwohnungen – etwa für junge Rückkehrer nach dem Studium, für ältere Menschen oder für Mitarbeiter in Gemeindeeinrichtungen wie die Kindertagesstätte. In einer der nächsten Ratssitzungen wollen die Kommunalpolitiker über das weitere Vorgehen beraten.

Yvonne Zuber

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