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Diskussion um den Ickinger Wenzberg

Dr. Kessler kontert Offenen Brief – Menrad entschuldigt sich

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In der Diskussion um die mögliche Umbenennung des Ickinger Wenzbergs schlagen die Wogen immer höher. Dr. Christoph Kessler kontert den Offenen Brief von Bürgermeisterin Margit Menrad.

Icking – Am Freitag hatte Bürgermeisterin Margit Menrad in einem Offenen Brief an Gerhard Jakobi und Dr. Christoph Kessler den Vorwurf zurückgewiesen, eine Informationssperre zum Thema Wenzberg verhängt zu haben (wir berichteten). Nun wehrt sich einer der beiden Adressaten, Kessler, in einem ebenfalls Offenen Brief, „dass mir öffentlich Falschaussagen unterstellt werden“.

Kessler zitiert E-Mail des Gemeindearchivars

Dr. Christoph Kessler wehrt sich dagegen, „dass mir öffentlich Falschaussagen unterstellt werden“.

„Um bei den Fakten zu bleiben“, zitiert Kessler die E-Mail, die Gemeindearchivar Dr. Peter Schweiger am 19. Januar wegen eines geplanten Treffens am 23. Januar an SPD-Ortschef Dr. Maximilian Pick geschickt und die er ihm, Kessler, als geplantem weiteren Gesprächsteilnehmer bei diesem Treffen weitergeleitet hatte. Schweiger schrieb damals: „Sehr geehrter Herr Pick, wie Sie bereits wissen, findet am 2. Februar eine Sondersitzung des Gemeinderats statt, in der von mir eine Powerpoint-Präsentation stattfinden wird. Hier werde ich die bisher bekannten objektiven Fakten darstellen. Auch jeder Gemeinderat wird eine Tischvorlage hierzu erhalten. Nun wurde im Rathhaus entschieden, dass vorab keine weiteren Informationen – auch keine an die Presse – herausgegeben werden. Daher muss ich leider den mit Ihnen vereinbarten Termin am 23. Januar absagen. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis.“

Kessler weist zurück „unhaltbare Behauptungen“ seinerseits zurück

Für Kessler der entscheidende Satz in Schweigers E-Mail: „Nun wurde im Rathhaus entschieden, dass vorab keine weiteren Informationen – auch keine an die Presse – herausgegeben werden.“ Deshalb verwehrt er sich dagegen, „dass mir öffentlich Falschaussagen unterstellt werden. Ich weise zurück, dass meinerseits ,unhaltbare Behauptungen‘ aufgestellt würden. Dies ist nicht der Fall.“

Aufgrund der Aussage Menrads in ihrem Offenen Brief, dass er, Kessler, Behauptungen aufstelle, die – Zitat Rathauschefin – „nicht der Wahrheit entsprechen“, also der öffentlichen Bezichtigung der Lüge, sieht Kessler seine „Person und Glaubwürdigkeit beschädigt“. Er erwarte von der Bürgermeisterin deshalb „die Rücknahme der erhobenen Anschuldigungen“.

Menrad bittet um Entschuldigung und will die Sache klarstellen

Das tat Menrad am späten Montagnachmittag in einem wiederum Offenen Brief. Die ominöse Aussage in Schweigers E-Mail ist der Rathauschefin „unerklärlich, es kann sich nur um ein Missverständnis handeln, für das ich, auch im Namen von Herrn Dr. Schweiger, um Entschuldigung bitte“. Selbstverständlich nehme sie damit jedwede Anschuldigung in ihrem Brief vom 27. Januar zurück. Menrad bittet aber auch um Verständnis, dass sie die Sache sofort klarstellen wollte, „denn eine Entscheidung, wie oben genannt, wurde im Rathaus nicht getroffen“.

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