Verheerender Anschlag in Ägypten: Zahl der Toten auf 155 gestiegen

Verheerender Anschlag in Ägypten: Zahl der Toten auf 155 gestiegen
+
Einen Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhielt Klaus Doldinger. Zur Feier des Tages spielte er zusammen mit der Irschenhauser Danzlmusi.

Gemeinde Icking zeichnet verdiente Bürger aus 

Ehrung fürs Ehrenamt

Es war ein schöner Anlass: In einer Feierstunde ehrte Ickings Rathauschefin Bürgermeisterin Margit Menrad am Donnerstag Bürger, die sich in „herausragender Weise“ schon über Jahre ehrenamtlich betätigen. Die Veranstaltung fand zum zweiten Mal statt.

Icking Gefeiert wurde im festlich geschmückten Rathaussaal mit einem Rahmenprogramm, das dem Abend einen besonderen Zauber gab. Im Mittelpunkt standen acht Frauen und Männer, die sich in sieben verschiedenen Bereichen ehrenamtlich engagieren.

Rosemarie Amelungund Ruth Spies

Die erste Ehrung ging an Rosemarie Amelung und Ruth Spies, die seit über zwölf Jahren den „Kontaktkreis der evangelischen Kirche“ im Gemeindehaus leiten. „Man trifft sich erst an liebenswert gedeckten Tischen bei Kaffee und Kuchen zum Warm-up“, beschrieb Rathauschefin Margit Menrad den Ablauf. Danach folge ein Vortrag oder eine Präsentation zu verschiedenen Themen. „Beide Damen leisten so einen wichtigen und sehr erfolgreichen Beitrag gegen eine Vereinsamung im Alter, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.“

Dr. Peter Schweiger

Die nächste Ehrung erhielt Vize-Bürgermeister Dr. Peter Schweiger für seine ehrenamtliche Tätigkeit als Gemeindearchivar seit fast 20 Jahren. Bevor er sich der Sache angenommen hatte, waren die Unterlagen in Margarineschachteln und Obststeigen auf dem Rathaus-Dachboden gelagert, schilderte Menrad. Schweiger, von Beruf Zahnarzt, habe sich über besagte Schachteln hergemacht. „Er bohrte statt in Zähnen unermüdlich in der buchstäblich verstaubten Geschichte Ickings“, so Menrad mit einem Schmuzeln. „Ohne sein großes Engagement wäre der Aufbau eines geordneten Archivs damals nicht möglich gewesen.“

Ingrid Vogel

Ausgezeichnet wurde auch die „Frontfrau“ des Secondhandshops Icking, Ingrid Vogel. Sie stieß 1982 zum Team und ist seit 1999 Leiterin. Hinter der Idee stecke das Ziel, Geld für verschiedene Hilfsprojekte in verschiedenen Ländern zu generieren, bei denen die Bildung von jungen Frauen im Vordergrund steht. Menrad: „Kostenbewusste Menschen können gute Qualität zu günstigen Preisen erwerben, und der Shop kann damit seine Projekte unterstützen, eine klassische Win-Win-Situation.“ Vogel erhielt die Ehrung stellvertretend für die anderen mitwirkenden Damen.

Strahlende Gesichter: (v. li.) Die Geehrten Dr. Peter Schweiger, Hans Heß, Ruth Spies, Klaus Doldinger, Ingrid Vogel, Rosemarie Amelung, Brigitte Weber und Karlheinz Seim mit Bürgermeisterin Margit Menrad.

Karlheinz Seim

Aus dem Bereich Sport wurde Karlheinz Seim geehrt, der sich, so Menrad, „überaus stark für die sportlichen Geschicke der Gemeinde eingesetzt hat“. Er sei einer der Hauptakteure der späten, aber außerordentlich gut gelungenen Realisierung des Ickinger Sportgeländes, das 2005 eröffnet wurde. „Herr Seim ist von Anbeginn erster Vorstand des TCI und damit eine der wichtigsten Triebfedern der Ickinger Sportlandschaft“, erklärte die Rathauschefin.

Brigitte Weber

Als eine Art „Multi-Ehrenamtlerin“ bezeichnete Menrad Brigitte Weber. Als der Gemeinde der Einkaufsbus zu teuer wurde und die Fahrten eingestellt werden sollten, sei diese als Mitglied im WSVI und in der Nachbarschaftshilfe bereit gewesen die wöchentlichen Einkaufsfahrten zu übernehmen. Seit über fünf Jahren steuere sie nun den Bus und ermögliche Ickinger Senioren das Einkaufen. „Brigitte Weber schafft so ein Stück Lebensqualität und Selbständigkeit für ältere Mitmenschen in unserer Gemeinde.“

Hans Heß

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Hans Heß, Zweiter Vorstand und seit rund zwanzig Jahren musikalischer Leiter der Irschenhauser Blasmusik. „Im November 1959 gegründet, zählt die Irschenhauser Blasmusik seit nunmehr bald sechs Jahrzehnten zum festen Bestandteil jeglicher Gemeinde-, Vereins- oder sonstiger Festivitäten, bei kirchlichen und weltlichen Festen, bei freudigen und traurigen Anlässen“, so Menrad. „Die Irschenhauser Blasmusik stellt eine große und verbindende Bereicherung des Gemeinschaftslebens für Jung und Alt und alle Bevölkerungsgruppen in der Gemeinde dar.“

Michael Lutz

Leider nicht anwesend war Michael Lutz. Der Irschenhauser gießt seit 37 Jahren die Gräber auf den Friedhöfen in Irschenhausen und Icking. „Tag für Tag macht er dies im Sommer, einfach so, ohne Auftrag, ehrenamtlich.“ Oft beginne er um die Mittagszeit auf dem Ickinger Waldfriedhof, wo er gut vier Stunden tätig ist, bevor er nach Irschenhausen wechselt. „Er leistet eine überaus anerkennenswerte Hilfe und trägt damit maßgeblich zum schönen und gepflegten Aussehen der beiden Friedhöfe in Icking und Irschenhausen bei“, lobte die Bürgermeisterin.

Klaus Doldinger

Für sein Lebenswerk erhielt der berühmte Jazzmusiker und Komponist Klaus Doldinger die Ehrennadel der Gemeinde. 1968 zog das Ehepaar Doldinger nach Icking, schilderte Menrad. „Die großen Bühnen der Welt sind ebenso sein Zuhause wie die Ickinger Grundschule und sein Haus mit Tonstudio hier am Ort.“ Icking sei so zur Wiege geworden für viele Plattenalben, aber auch für Filmmusiken wie zur ‘“Unendlichen Geschichte“ und „Das Boot“ sowie für die Erkennungsmelodie der TV-Serie „Tatort“. Seine Musik gehe seit nahezu 50 Jahren von Icking „hinaus in die Welt und um die Welt“. Aber trotz seiner vielen Auftritte sei er stets bereit, sich für Icking einzusetzen. „Ob beim Familienfest oder der Einweihung des Rathausplatzes, er kommt gerne mit seinem Saxofon dazu und spielt.“ Zur Freude der Gäste schnappte sich Doldinger auch in dieser Veranstaltung sein Saxofon und rief zusammen mit der Irschenhauser Danzlmusi und schließlich alleine wahre Begeisterungsstürme hervor.

Für eine magische Atmosphäre an dem Abend sorgte Schauspielerin Isabel Schupp, die das Märchen „Ein kleiner Tag“ vortrug. Die Irschenhauser Danzlmusi gestaltete den musikalischen Rahmen der Feierstunde. „In Icking kann man stolz darauf sein, dass sich so viele Bürger in der einen oder anderen Form engagieren“, sagte die Rathauschefin am Ende der Veranstaltung. Engagement bringe allen Gewinn. „Es bedeutet Gewinn für diejenigen, denen es gilt, aber zugleich auch für diejenigen, die es leisten und nicht zuletzt für unsere Gesellschaft selbst.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Interview mit Geretsrieder Bürgermeister: Schnitzer auf beiden Seiten
Nach dem Interview mit Bürgermeister Michael Müller gibt es Klärungsbedarf: Er hatte auf seiner Facebookseite behauptet, ein entsprechendes Gespräch habe nicht …
Interview mit Geretsrieder Bürgermeister: Schnitzer auf beiden Seiten
Sattelfeste Defensive nötig
Der ESC Geretsried empfängt Tabellendritten HC Landsberg und muss einige Ausfälle verkraften.
Sattelfeste Defensive nötig
“Gustavo Gusto“ produziert künftig auf dem ehemaligen Sieber-Gelände
Pizza-Freunde aufgepasst: „Gustavo Gusto“-Produzent Franco Fresco vergrößert sich. Er wird am Frühjahr auf dem ehemaligen Sieber-Gelände produzieren.
“Gustavo Gusto“ produziert künftig auf dem ehemaligen Sieber-Gelände
24 Stunden im Wasser
Erstmals und gleich sehr erfolgreich mischte die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), Ortsverband Schäftlarn-Wolfratshausen, beim 24-Stunden-Schwimmen ihrer …
24 Stunden im Wasser

Kommentare