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Elke Müller, Kreisvorsitzende der Europa-Union.

Nachfolgerin von Jürgen Göbel

Elke Müller führt die Europa-Union

Elke Müller (67) ist neue Chefin der Europa-Union im Landkreis. Als Nachfolgerin von Jürgen Göbel möchte die Ickingerin die Begeisterung für die europäische Idee wecken. Auch weil sie im Beruf erlebt hat: Es geht nur Miteinander.

Icking – Spricht Elke Müller über Europa, leuchten ihre Augen. „Wenn ich die verschiedenen Fahnen der europäischen Staaten sehe, kommen mir fast die Tränen“, sagt sie. Regelmäßig nimmt die Ickingern an Demonstrationen der Initiative „Pulse of Europe“ in München teil. „Man erlebt da in wenigen Minuten eine so wahnsinnig schöne, gemeinschaftliche Stimmung.“

Nicht nur in ihrer Rolle als Kreisvorsitzende der fast 70 Mitglieder starken Europa-Union hat Müller Berührungspunkte mit der gemeinschaftlichen Idee Europas. Sie bereiste bereits viele EU-Staaten. „Finnland, Frankreich, Österreich, Belgien, die Niederlande, Spanien, Italien, Schweden, Griechenland“, zählt sie auf. Da sie Englisch und Französisch spricht, gab es selten Verständigungsschwierigkeiten. „Durch meine Arbeit sind viele Freundschaften über den ganzen Kontinent entstanden“, berichtet die 67-Jährige. Müller arbeitete in der Personalabteilung eines internationalen Großkonzerns – und lernte so die gesamteuropäische Zusammenarbeit kennen. „Wir haben stundenlange Videokonferenzen mit verschiedenen Filialen auf dem Kontinent geführt“, erinnert sie sich. „Da wurde mir persönlich klar, dass man Probleme zusammen viel besser lösen und gemeinsam viel mehr erreichen kann.“ Eine Überzeugung, die die gebürtige Rheinländerin in ihrer Vorstandsarbeit im Landkreis vermitteln möchte. „Ich weiß noch nicht, wie man dieses Gefühl bei allen aktivieren kann. Aber das ist unsere Aufgabe.“

Reisen ohne Kontrollen? Das hat erst Europa möglich gemacht

Gerade jungen Menschen müsse man deutlich machen, welch großer Anstrengungen es bedurfte, dass sie heute in einem vereinten Europa leben können. Denn was vor einigen Jahren noch undenkbar war, ist für ihre 38-jährige Tochter heute Normalität: Reisen ohne Grenzkontrolle und ohne Geldwechsel. Auch das Studieren im EU-Ausland ist kein Problem. „Dieses Europa müssen wir im Landkreis noch mehr erklären“, legt Müller die Marschroute für ihre Gruppierung fest. Schließlich würden viele zwar die Annehmlichkeiten der EU schätzen. „Aber manche haben sich noch nicht bewusst gemacht, dass man für so etwas auch aktiv sein muss.“

Dominik Stallein

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