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Die potenzielle Bebauung der so genannten Huberwiese in Icking stößt bei vielen Bürgern auf Ablehung. Nun sind 568 Unterschriften für ein Bürgerbegehren im Rathaus eingereicht worden.

Bürger wollen mitreden

Erhalt der Huberwiese: Unterschriftenliste eingereicht

Icking – Der Streit um die so genannte Huberwiese geht in die nächste Runde. Am Montag hat die Initiative „Unser Icking“ 568 Unterschriften für ein Bürgerbegehren im Rathaus eingereicht.

Die Bürger wollen mitreden, wenn es um die Zukunft der letzten innerörtlichen Freifläche in der Isartalgemeinde geht. In nur einer Woche ist es der Initiative „Unser Icking“ gelungen, 568 Unterschriften für ein Bürgerbegehren zu sammeln. Die Initiative will damit die Durchführung eines Bürgerentscheids erreichen. Es soll geklärt werden, ob die Mehrheit der Ickinger gegen eine Bebauung der Wiese an der Ecke Egartsteig/Ludwig-Dürr-Straße ist – und will „dass die Gemeinde Icking den Ankauf dieser Wiese oder Teils hiervon für Zwecke der Bebauung unterlässt“.

Noch ist das Areal als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen. Vor über einem Jahr hatte der Grundeigentümer, ein örtlicher Landwirt, beantragt, dass von dem knapp 9500 Quadratmeter großen Grundstück zwei Drittel als Bauland ausgewiesen werden. Im Gegenzug bot er der Gemeinde die restliche Fläche zu günstigen Konditionen an. Seither hat eine Vielzahl von Bürgern auf verschiedenen Wegen deutlich gemacht, dass sie eine Bebauung ablehnt. Zuletzt wurde eine Unterschriftenaktion initiiert. Zudem gab es immer wieder Stimmen, die von der Gemeinde mehr Transparenz forderten.

Kürzlich hatte Bürgermeisterin Margit Menrad bekanntgegeben, dass der Gemeinderat in nicht-öffentlicher Sitzung mehrheitlich beschlossen habe, eine Teilfläche der Huberweise zu erwerben und dass ein Kaufvertrag vorbereitet werde. Der Flächenanteil der Gemeinde würde sich auf 4200 Quadratmeter belaufen. „Nachdem die Mehrheit des Gemeinderates das Vorhaben ohne erkennbare Reaktion auf die Wünsche der Bürger weiter vorantreibt und nun mit dem Kauf des vorderen Teils der Huberwiese unumkehrbare Fakten schaffen will, sehen wir als einzige noch verbleibende Möglichkeit die Durchführung eines Bürgerbegehrens“ , bilanzierte die Initiative.

Ickings Rathauschefin bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass ihr die Unterschriftenlisten am Montag übergeben worden sind. „Diese werden jetzt geprüft und am 18. April wird das Thema voraussichtlich im Gemeinderat behandelt.“ Wird die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens festgestellt, sei der Bürgerentscheid innerhalb von drei Monaten durchzuführen.

Menrad betonte, dass sie dem Bürgerbegehren positiv gegenüberstehe. Sie sehe das Angebot des Eigentümers allerdings wegen der Entwicklungsmöglichkeiten als große Chance für Icking. Es handle sich um ein wichtiges Thema für die Gemeinde. Menrad: „Mir ist es wichtig, dass die Bürger miteinbezogen sind.“ Deshalb lade die Gemeinde auch für Dienstag, 19. April, um 19.30 Uhr zu einem Diskussionsabend zur Ortsentwicklung in Icking und zum Thema Huberwiese ins Rathaus ein.

yvi

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