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Fühlten sich sichtlich wohl auf der Bühne (v.li.): die Musiker von „Café del mundo“, Alexander Kilian und Jan Pascal an der Flamenco-Gitarre, sowie die Musiker von „Quadro Nuevo“, D. D. Lowka, am Kontrabass und Mulo Francel am Saxophon. 

Hollerhaus Irschenhausen

Flamenco vom Feinsten

Icking - Geradezu verzückt wurde das Publikum vor wenigen Tagen im Hollerhaus. Mitglieder von "Quadro Nuevo" und "Café del mundo" gaben ein Flamenco-Konzert, das die Zuhörer schwer beschwingt hat. 

Ein voll besetztes Haus ist für Hollerhaus-Chefin Lia Schneider- Stöckl ein vertrauter Anblick. Doch dass die Musiker ihre Begrüßung einfach frech und lautstark unterbrechen, ist nicht die Regel. Am Dienstagabend ist es geschehen. Es war hörbarer Ausdruck einer besonderen Verbundenheit zwischen den Künstlern und dem Hollerhaus. Umgehend machte sich gelöste Stimmung im Publikum breit.

Musikalisch geht es um die ganze Welt

Mulo Francel und D. D. Lowka sind gern gesehene Gäste in Irschenhausen und hatten an diesem Abend Freunde mitgebracht: Die Gründer von „Quadro Nuevo“ betraten die mit leuchtend rotem Teppich ausgelegte Bühne gemeinsam mit dem Gitarrenduo „Café del mundo“, den ebenfalls preisgekrönten Flamenco-Gitarristen Jan Pascal und Alexander Kilian. Die vier Herren ganz in Schwarz nahmen die Bühne ein, um ihre immer atemloser folgenden Zuhörer musikalisch um die halbe Welt zu führen.

"El Condor Pasa" in eindringlichem Arrangement

Los ging es mit einer ungewöhnlichen Bearbeitung des peruanischen Volksliedes „El Condor Pasa“, bestens bekannt durch die englischsprachige Fassung von Simon und Garfunkel. Selten hat man sie in derart eindringlichem Arrangement gehört. Schon nach dem zweiten Lied – in launiger Ansage Frau Merkel und dem Weltfrieden gewidmet – eroberten die beiden virtuosen Gitarristen zusammen mit dem hauchenden, schmeichelnden heulenden Saxofon Mulo Francels und dem souveränen rhythmischen Kontrabass von D. D. Lowka ihr Publikum im Sturm. „Bravo“-Rufe, Begeisterungspfiffe und lautes Klatschen hörten bis zum Ende des Konzerts nicht mehr auf.

Auch eigene Kompositionen sind zu hören

Eigene Kompositionen der beiden „Quadro Nuevos“ ebenso wie von „Café del mundo“ wechselten mit Klassikern in besonderen Arrangements, so mit Hits von Chick Corea, Astor Piazzola und Antonio Carlos Jobim. Die Kombination der stolzen, selbstbewussten und manchmal leicht herrischen Flamenco-Gitarren mit den ohrenschmeichelnden Klarinetten- und Saxofontönen verzückten das Publikum. Es war unverkennbar: Die Musiker fühlten sich extrem wohl im Hollerhaus. Und sie bewegten sich mit Bossa, Swing, Tango Walzer und Flamenco scheinbar federleicht und mühelos durch Zeit und Raum. Ganz selbstverständlich wurde sogar der über der Bühne schwebende Muschelkronleuchter des Hollerhauses als Percussion-Instrument mit eingebunden.

Auch Klaus Doldinger klatscht mit

Das Publikum (darunter Klaus Doldinger und Alinde Rothenfußer, deren Ausstellung „Drüber und Drunter, Engel aller Orten“ noch bis 17.Januar zu sehen ist) erklatschte sich mit „Tico Tico no fubà“ noch einen weiteren Klassiker von Astor Piazolla und dem „Girl of Ipanema“ drei Zugaben. Als der letzte Ton verklungen war, herrschte Einigkeit: Man war Zeuge eines sensationellen Konzerts geworden. Assunta Tammelleo 

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