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Faszinierend und geheimnisvoll: die Flamenco-Tänzerinnen Laura Maria (li.) und Montserrat Suarez.

Zauber der besonderen Art

Flamenco-Nacht im Hollerhaus begeistert Publikum

Icking – Musik und Tanz begeisterten das Publikum bei der Flamenco-Nacht im Hollerhaus Irschenhausen.

Direkt mit den ersten Tönen ging es hinein nach Andalusien, in die Heimat des Flamenco. Die akustischen Gitarre des spanischen Musikers Alejandro Suarez und die kehlig-heisere Stimme seines Kollegen Adrian Durans zogen das Publikum in den Bann. Und sie steigerten die Erwartungen des Publikums im Hollerhaus Irschenhausen an die angekündigten beiden Flamenco-Tänzerinnen.

Ganz in rot gekleidet und mit stolzen Häuptern eroberten Montserrat Suarez – bekannt als „La Montse“ – und Laura Maria die Bühne. Jetzt war Spanien endgültig ins Hollerhaus eingezogen. Die Tänzerinnen stampften, klopften und drehten sich verführerisch zum Klatschen, Musizieren und Singen der Musiker und der Zuschauer. Alle waren hin- und hergerissen zwischen Sehnsucht und Verzweiflung, freudigem Verlangen und drohender Enttäuschung.

Faszinierend, geheimnisvoll und irgendwie dem Auf und Ab des Lebens und der Liebe verbunden: So wirkten auch die Passagen, in denen nicht getanzt, sondern aufrecht sitzend, erhobenen Hauptes unnahbar laut und rhythmisch geklatscht wurde. Der „Wirbelwind“ beziehungsweise das „Erdbeben“, genannt „terremoto“, hatte da noch nicht eingesetzt.

Meisterhaft verstanden es die beiden Musiker mit Laura Maria, die Spannung aufrechtzuerhalten, bis nach der Pause der tänzerische Sturm losbrach. Jetzt ganz in schwarz, mit fliegenden, nach hinten gebundenen Haaren riss Montserrat Suarez das Publikum mit. Mit den Füssen immer bodenverhaftet und so nachdrücklich wie atemberaubend schnell stampfend, zum percussiven Klatschen und Trommeln im Hintergrund, machte die zweit-schnellste Flamenco-Tänzerin ihrem Namen alle Ehre. Sie faszinierte alle Zuschauer für die Musik und den Flamenco.

Es machte sich ein Zauber der besonderen Art breit in der Hollerhaus-Galerie. Eine Mischung aus Anziehung und doch Zurückhaltung lag im Raum: aus Verbundenheit mit der Kultur unser Nachbarn in Spanien. Und gleichzeitig der Fremdheit einer Musik und einem Tanz gegenüber, der aus der wechselvollen spanischen Geschichte die Einflüsse einer Vielzahl von Kulturen vereinte und zurecht zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit gezählt wird.

von Assunta Tammelleo

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