Gemeinderat

Funkmast an der A 95 geplant

Die Deutsche Telekom plant einen neuen Mobilfunksender im Bereich der A 95. Die Gemeinde Icking lässt nun ein Immissionsgutachten erstellen. Es wird befürchtet, dass bei einer ungünstigen Situierung des Funkmasts die Strahlenbelastung in Walchstadt und Wadlhausen ansteigt.

Icking – Wie Bürgermeisterin Margit Menrad in der Ratssitzung am Montag berichtete, habe die Telekom Ende August der Gemeinde per Mail mitgeteilt, „dass sich zur Mobilfunkversorgung der A95 mit mobilen Sprach-und Breitbanddiensten die Notwendigkeit für einen neuen Mobilfunksender ergeben hat“. Die Netzplanung sehe die Errichtung einer Basisstation im Bereich des Waldes vor, der zwischen Wadlhausen und Walchstadt an die A 95 grenzt. Die Rathauschefin erläuterte dazu, dass sich der bestehende Teilflächennutzungsplan Mobilfunk nur auf den Bereich östlich von Icking beziehe und nicht die Strecke entlang der Autobahn abdecke. Die Gemeinde könne aber nach dem Bayerischen Mobilfunkpakt II bei der Standortfindung mitwirken und so ihre Interessen einbringen.

Bürger sollen möglichst gering belastet werden

„Wichtig für die Gemeinde ist, dass die Bürger möglichst gering belastet werden“, sagte Menrad. Bislang habe man in Sachen Mobilfunkstrahlung eng mit dem Umweltinstitut München zusammengearbeitet, weshalb man auch jetzt wieder bei dem Experten Hans Ulrich ein Kostenangebot für ein Mobilfunk-Immissionsgutachten mit vergleichender Standortbetrachtung eingeholt habe. Ulrich arbeite inzwischen, in Abstimmung mit dem Umweltinstitut, freiberuflich. „Nach seiner Einschätzung ist bei einer ungünstigen Situierung des Masts ein Ansteigen der Strahlenbelastung in Walchstadt und Wadlhausen zu befürchten“, berichtete Menrad.

Gutachten kostet 6200 Euro

Das Angebot für das Gutachten zu dem von der Telekom geplanten Sendemasten an der A 95 belaufe sich auf rund 6200 Euro. Es umfasse unter anderem eine Bestandsaufnahme, das Finden von zu untersuchenden Standortalternativen, die Angabe des prognostizierten Immissionswertes zum ungünstigst betroffenen Gebäude sowie Visualisierung mit Farbgrafiken und geländetopographische Prognosen der Immission.

In der anschließenden kurzen Diskussion äußerten die Räte die Vermutung, dass es der Telekom nicht nur um die Versorgung der Autobahn gehe. Claudia Roederstein (UBI) gab auch zu bedenken, dass der Mast in der Zukunft noch mit weiterer Technik bestückt werden könne. „Ich meine, dass wir ein Gutachten machen lassen sollten“, bilanzierte Menrad. Es gehe hier um die Standortoptimierung. „Und um die Transparenz für den Bürger“, ergänzte Christian Mielich (SPD). Mit großer Mehrheit beschlossen die Räte das Immissionsgutachten in Auftrag zu geben.

Yvonne Zuber

Rubriklistenbild: © dpa

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