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Das Gymnasium Icking - hie die Einweihung des Erweiterungsbaus 2014 - blickt auf eine lange Geschichte zurück. Diese wird jetzt ins Archiv der Gemeinde übernommen.

Schulgeschichte wird archiviert

Gemeinde übernimmt Akten des Gymnasiums

Icking - Die Geschichte des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums soll aufbewahrt werden. Deshalb hat der Gemeinderat beschlossen, die Akten ins Gemeindearchiv zu integrieren. 

Icking – Die Akten, um die es geht, wiegen rund 240 Kilogramm. Sie enthalten unter anderem Schüler- und Lehrerverzeichnisse, Jahresberichte, Zeugnisse, Beurteilungsbögen, privaten Datenblätter, Gesundheitsuntersuchungen und seltene Fotos. Die gebündelten und chronologisch geordneten Akten umfassen den Zeitraum von der Gründung der Einrichtung im Jahr 1922 bis zum Jahr 1967.

Das Staatsarchiv München hatte dem Gymnasium vergangenen Sommer mitgeteilt, dass es nicht zu den ausgewählten Schulen gehört, deren Unterlagen in das Staatsarchiv übernommen werden, berichtete Bürgermeisterin Margit Menrad in der Gemeinderatssitzung. Schulleiterin Astrid Barbeau fragte daraufhin Gemeindearchivar Dr. Peter Schweiger, ob die Gemeinde Teile der Schüler- und Verwaltungsakten des Schularchivs übernimmt. „Die Alternative wäre vernichten“, erklärte Schweiger.

Der Schredder ist für die Räte keine Alternative

Das kam für die Ickinger Räte nicht in Frage. „Es ist eine entsetzliche Vorstellung, dass das alles im Schredder landet“, sagte Vigdis Nipperdey (Ickinger Initiative). Claudia Roederstein (Unabhängige Bürgerliste Icking), die die angebotenen Unterlagen gemeinsam mit Schweiger gesichtet hat, sprach von einem „historischen Frevel“. Die Geschichte der Schule sei eine Geschichte parallel zum Zeitgeschehen und geradezu „sagenhaft spannend“. Nipperdey betonte, dass die Schule in Icking stets eine große Rolle als „kultureller Mittelpunkt“ gespielt habe. Die Verbindung zwischen den Gemeindebürgern und der Schule sei immer eng gewesen.

Schweiger, der selbst Schüler des Gymnasiums war, erklärte, dass das Schularchiv eine Herzensangelegenheit für ihn sei. Die Schule sei „integralen Bestandteil Ickings“ und aus der Mitte der Ickinger Bürger entstanden. Mit der Übernahme der Akten könnte es gelingen, die Schule wieder näher an die Gemeinde zu binden. Zudem stehe im Jahr 2022 die Hundertjahrfeier an.

Dr. Alfred Vogel (Ickinger Initiative), Sohn des ersten Schulleiters, hob hervor, dass die Schule „ihren Beginn in den Herzen der Eltern nahm“, die ihre Kinder unterrichten lassen wollten, die aber mit der Dampflok nach München hätten fahren müssen. Vogel: „Davor wurde wegen möglicher Gesundheitsschäden gewarnt.“ Yvonne Zuber

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