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Post aus dem Ministerium

Geothermie in Icking: Elf-Tonner dürfen über Waldzufahrt

Entwarnung für Anwohner: Der Baustellenverkehr, den das Geothermie-Projekt in Icking mit sich bringt, soll kleine Ortschaften nicht belasten.

Icking – Riesige Lastwagen, die durch kleine Ortschaften donnern: Zumindest eine teilweise Entwarnung von diesem Schreckensszenario gab Bürgermeisterin Margit Menrad in der Sitzung des Gemeinderats am Montag. So dürfe für das Geothermie-Projekt die Autobahnraststätte Höhenrain in Fahrtrichtung Garmisch nun doch von Lastwagen ab elf Tonnen genutzt werden.

Die Rathauschefin hat entsprechende Post bekommen. Wie berichtet hatte sich Menrad im Februar wegen der Waldzufahrt von der Autobahn zur Bohrstelle in Attenhausen an das Ministerium für Wohnen, Bau und Verkehr gewandt. „Es wäre ein Schildbürgerstreich, wenn eine Schneise durch den Wald geschlagen wird für eine Waldzufahrt, die dann nur von Lastwagen mit 40 Tonnen und mehr befahren werden darf“, hatte Menrad argumentiert. Die kleinen Ortschaften Attenhausen, Dorfen, Walchstadt, aber auch Höhenrain und Münsing, würden dann mit dem Baustellenverkehr überlastet.

Schwierig gestalte sich laut Bürgermeisterin der von ihr erhoffte Bau der Thermalwasserleitung im Grünstreifen entlang der Autobahn. Menrad hatte sich auch in dieser Sache an das Ministerium gewandt. Die Böschung sei teils zehn Meter hoch und die Böden in ihrer Beschaffenheit schwierig, „da sie eiszeitlichen Ablagerungen entstammen und sehr empfindlich auf Wasserzutritt reagieren“.

Eine Leitungsverlegung würde zu unkalkulierbaren erdstatischen Problemen sowie zu Erosionsgefahr führen, erläuterte die Rathauschefin. „Technisch wäre eine solche Maßnahme nicht im Bestand lösbar, sondern nur durch einen überwiegenden Neuaufbau der Autobahn in diesem Bereich.“ Es bestehe hier noch einiger Klärungsbedarf. Menrad versprach aber: „Wir bleiben dran.“ 

Infoabend

Über das Geothermieprojekt informiert die Erdwärme Isar GmbH Bürger am Montag, 23. April, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Icking.

Yvonne Zuber

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