+
Rote Heliumballons haben im Jahr 2016 eine Vorstellung der Dimension der geplanten Geothermiezentrale nahe der Rastanlage Höhenrain auf Ickinger Flur gegeben.

Ickinger Gemeinderat entscheidet

Geothermie: Keine Zufahrt zum Bohrplatz über Attenhausen

Wie soll das geplante Geothermiekraftwerk angefahren werden können? Der Ickinger Gemeinderat hat das nun geregelt.

Icking – Der Erdwärme Isar GmbH wird für das geplante Geothermiekraftwerk bei Attenhausen kein Geh- und Fahrtrecht für die Nordzufahrt zum Bohrplatz eingeräumt. Einstimmig lehnte der Ickinger Gemeinderat diese Woche einen entsprechenden Antrag ab. Die Räte wollen keinen Baustellen- und Lastwagenverkehr durch Attenhausen.

Die Erdwärme Isar GmbH benötigt für das geplante Geothermieprojekt verschiedene Dienstbarkeiten von der Gemeinde Icking. Einige wurden in der Ratssitzung behandelt. So hat die Firma ein Geh- und Fahrtrecht für die Nordzufahrt von der Höhenrainer Straße zum Bohrplatz beantragt. Dafür sollte die Zufahrtsmöglichkeit für den Schwerlastverkehr auf einer Breite von 3,50 Metern „ordentlich hergestellt“ werden.

Auf Nachfragen aus dem Gemeinderat erläuterte Bürgermeisterin Margit Menrad, dass der Schwerlastverkehr über 40 Tonnen von einer eigenen Zufahrt von der Autobahn A 95 bei Höhenrain abfahren könne. Der restliche Baustellenverkehr soll über die vorhandenen Straßen und Wege rollen. Die Autobahndirektion habe das so genehmigt.

Die Räte pochten jedoch darauf, dass nicht nur der Schwerlastverkehr über 40 Tonnen, sondern der gesamte Baustellenverkehr über die Autobahn und dann weiter durch die Waldzufahrt rollt. Entsprechend sei das auch in der Genehmigung vom Bergamt Süd geregelt worden, erklärte Verena Reithmann (UBI). Sie betonte, dass Attenhausen nicht dafür geeignet sei, Schwerlastverkehr, auch unter 40 Tonnen, aufzunehmen. „Das kann man Attenhausen nicht antun“, stellte sie klar.

Auch andere Räte äußerten Zweifel, ob die relativ schmalen Straßen den Baustellenverkehr überhaupt aushalten. Reithmann ergänzte, dass der Bohrplatz selbstverständlich mit Rettungsfahrzeugen zugänglich sein müsse. Das habe aber nichts mit der Dienstbarkeit zu tun. Die Räte lehnten ein Geh- und Fahrtrecht für die Nordzufahrt geschlossen ab. Laut Menrad muss nun genau geklärt werden, wie der Bohrplatz in der Bauphase angefahren wird. Im ersten Halbjahr 2018 sollen voraussichtlich die Bohrungen beginnen. Yvonne Zuber

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Soll Cannabis legalisiert werden?
Die Grüne Jugend diskutiert mit Experten vor rund 40 Jugendlichen, ob so genannte weiche Drogen legalisiert werden sollten.
Soll Cannabis legalisiert werden?
Müllpresse gerät in Brand - Polizei ermittelt  
Die Feuerwehr musste ins Wolfratshauser Gewerbegebiet ausrücken: Dort brannte eine Müllpresse.
Müllpresse gerät in Brand - Polizei ermittelt  
Iloga 2018 in Wolfratshausen: Die Bilder
Iloga 2018: Hier sehen Sie die Bilder der Messe iLoga Wolfratshausen.
Iloga 2018 in Wolfratshausen: Die Bilder
Interkommunales Hallenbad: Deswegen freuen sich nicht alle Vereine darauf
Das interkommunale Hallenbad kommt. Nach der langwierigen Planungsphase eigentlich ein Grund zur Freude. Bei einigen löst die Nachricht allerdings ein Wechselbad der …
Interkommunales Hallenbad: Deswegen freuen sich nicht alle Vereine darauf

Kommentare