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Rote Heliumballons lassen die Dimension der geplanten Geothermiezentrale nahe der Rastanlage Höhenrain auf Ickinger Flur vorstellbar werden.

Thema im Gemeinderat

Geothermiezentrale: Heliumballons zeigen Dimensionen

Icking – Der Gemeinderat debattiert an diesem Montag erneut über den Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung einer Geothermiezentrale. Bei einem Ortstermin am Freitag konnten sich die Räte einen Eindruck von der Dimension des Projekts verschaffen.

Vier knallrote Heliumballons schwebten am Freitagmittag hoch über den Wiesen und Feldern. Sie symbolisierten die vorgesehenen Außenecken der Bauwerke des geplanten Geothermiekraftwerks nahe der Rastanlage Höhenrain auf Ickinger Flur.

 „Der Gemeinderat will sich von der Dimension, aber auch von den Auswirkungen auf die umliegenden Ortsteile ein Bild machen“, sagte Bürgermeisterin Margit Menrad auf Nachfrage unserer Zeitung. Wie berichtet hatte der Gemeinderat im Juni den Antrag auf Vorbescheid vertagt. Insbesondere der exponierte Standort und die Dimension des Projekts hatte den Kommunalpolitikern Sorge bereitet.

Der Gemeinderat war geschlossen der Auffassung, dass für eine fundierte Entscheidung noch weitere Informationen nötig seien. Dr. Georg Linsinger (Unabhängige Bürgerliste Icking) hatte in der Sitzung an die Adresse des Geschäftsführers der Erdwärme Bayern, Dr. Markus Wiendieck, angeregt, die Größe der Anlage mittels Ballons zu visualisieren. So könnte die Dimension des Vorhabens an dem geplanten Standort besser eingeschätzt werden. Ein Vorschlag, den die Antragsteller am Freitag umsetzten.

Wie berichtet sind laut Wiendiecks Fahrplan die ersten Bohrungen für 2017/2018 geplant. Gebohrt werden soll in einer Tiefe von etwa 4000 Metern. Sollten die Bohrungen die erhofften Ergebnisse bringen, könnte mit dem Bau der Anlage begonnen werden. Das Geothermiekraftwerk würde auf dem rund 25 000 Quadratmeter großen Grundstück unter anderem ein Betriebsgebäude mit rund elf Metern Firsthöhe umfassen sowie die Luftkühlanlage mit maximal 132 Metern Länge, 27,50 Metern Breite und 14 Metern Höhe. Im Jahr 2019 könnte die Anlage bereits in Betrieb gehen. Der Fokus liegt auf der Stromproduktion, allerdings würde man auch die Wärme zur Nutzung anbieten.

Möglich wäre laut Wiendieck etwa ein Fernwärmenetz zur Versorgung der Städte Wolfratshausen und Geretsried oder der umliegenden Gemeinden von Icking.

von Yvonne Zuber

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