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Geothermie

Die Angst vor dem Lärm

Der Lärm, der möglicherweise vom geplanten Geothermiekraftwerk ausgehen könnte, ist ein Thema, das den Bürgern in Attenhausen unter den Nägeln brennt. In der jüngsten Ratssitzung ging es in diesem Zusammenhang um die Stellungnahme des Landratsamtes in Sachen Immissionsschutz.

Icking – Sie ist Bestandteil der Beteiligung von Trägern öffentlicher Belange bei der Erstellung des Bebauungsplans. Anfang Oktober hatte der Gemeinderat bereits die Stellungnahmen anderer Träger behandelt.

Als Kritikpunkt sieht man im Landratsamt das schalltechnische Gutachten, die Basis für die Festsetzungen im Bebauungsplan. Es stuft die Schutzbedürftigkeit von einigen der festgelegten Immissionsorte in Attenhausen als „Dorfgebiet“ ein. Die Behörde sieht diese hingegen als „Allgemeines Wohngebiet“ an. An den Immissionsorten werden die maximalen Werte, die ankommen dürfen, festgelegt – also der höchste zulässige Lärm. Im Allgemeinen Wohngebiet sind nur 40 Dezibel zulässig, im Dorfgebiet 45 Dezibel, da die Anlage tagsüber und nachts gleichermaßen arbeitet. „Unter Berücksichtigung einer gemeindlichen Lärmvorsorge wurde eine Unterschreitung der Immissionsrichtwerte um mindesten sechs Dezibel für Attenhausen vorgenommen“, erklärte der zuständige Gutachter Christian Eulitz den Räten. „Dadurch werden auch die Immissionsrichtwerte für ein ,Allgemeines Wohngebiet‘ deutlich unterschritten.“ Insofern werde mit der vorgeschlagenen Festsetzung bereits dem Schutzniveau eines „Allgemeinen Wohngebietes“ Rechnung getragen.

Dr. Georg Linsinger (UBI) hinterfragte, wie die Einhaltung der Werte künftig geregelt werden solle. Laut Eulitz habe hier das Landratsamt eine Überwachungspflicht. Allerdings könne man davon ausgehen, dass bei einer Investition in dieser Größenordnung die Werte strikt eingehalten werden, da anderenfalls enorme Kosten entstünden.

Die Stellungnahme des Landratsamtes nahmen die Gemeinderäte einstimmig zur Kenntnis. Alle beschlossenen Änderungen werden nun eingearbeitet und der geänderte Bebauungsplan anschließend öffentlich ausgelegt. 

Yvonne Zuber

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