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50 Jahre nach der Reifeprüfung: Diese Herrschaften machten 1966 am Ickinger Gymnasium ihr Abitur.

Klassentreffen in Icking

Auf den Giftbecher folgt die Hochzeit

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Icking - 50 Jahre nach dem Abitur sehen sich ehemalige Ickinger Abiturienten wieder – und schwelgen in Erinnerungen

Sie haben zusammen gelernt, gelacht und über den Abiturprüfungen gebrütet. Nun trafen sich die beiden Abschlussklassen des Gymnasium Ickings nach 50 Jahren an ihrer alten Wirkungsstätte wieder.

„Also, der Geruch ist noch der gleiche wie damals“, meinte einer der ehemaligen Schüler beim Betreten der Räume. Allerdings haben sich sowohl der Schulweg („Da mussten wir durch eine Unterführung und dann über den Schotterweg“) und das Gebäude selbst mit seinen zahlreichen Erweiterungen mehr als nur verändert. „Als wir herkamen“, erinnert sich beispielsweise Bernd Sacher (71), war noch vieles im Rohbau. „Auch die Turnhalle stand noch nicht.“

Was es aber schon gab, war die alte Aula. „Hier führten wir ,Kabale und Liebe‘ von Schiller auf“, sagt Gerhard Hutzler. „Bei der Generalprobe warf Hauptdarsteller Wolf-Dieter als Ferdinand den Giftbecher auf die soeben in dem Stück verstorbene Luise, alias Sonja und traf sie am Knöchel. Das war so schmerzhaft, dass sie umgehend von den Toten erwachte.“ Hutzler muss lachen: „Übrigens ist aus Wolf-Dieter und Sonja später ein Ehepaar geworden.“

Mittlerweile hat die Gruppe unter der Führung von Hedwig Stimmel, Sekretariatsmitarbeiterin und selbst Exschülerin des Gymnasiums, das Direktorat erreicht. „Oh je – hier mussten wir anstehen, wenn wir einen Verweis bekommen haben“, erzählt der Schäftlarner Frank Dopfer. Glücklicherweise können alle heute darüber lachen, und erst recht, als Stimmel alte Fotoalben aus dem Schulleben zeigt.

Apropos Direktor: Dieser ist allen lebhaft im Gedächtnis geblieben: „Glatze, ein weißer Mantel und ein forscher Gang.“ Und einer, der die „Begabung“ die Schüler auch außerhalb der Lern- und Lehrzeiten zu fördern wusste. „Er hatte einen Breznkäfer mit einem überdimensionalen Dachgepäckträger“, sagt Hutzler. „Und wir mussten immer zu fünft oder sechst mit ihm in den Wald zum Aufräumen fahren.“ Der Unrat, inklusive einer Toilettenschüssel, wurde dann auf dem Dach des Vehikels festgezurrt und weggefahren.

Nach gut einer Stunde kehrten die Ehemaligen wieder zurück zum Landgasthof Klostermaier, um dort noch einmal die Schulzeit inklusive aller Streiche Revue passieren zu lassen. „Und natürlich“, so Dopfer, „nicht ohne uns ein Wiedersehen in zehn Jahren zu versprechen.“

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