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Die Schulsekretärin und den Hausmeister würde Anton Höck gerne „einpacken und mitnehmen“. Der 52-jährige Leiter der Ickinger Grundschule wechselt nach Pullach. 

Wechsel an der Spitze

Grundschule Icking: Anton Höck geht nach Pullach

Seit zehn Jahren leitet Anton Höck die Ickinger Grundschule. Zum Ende des Schuljahres verlässt der 52-Jährige die Einrichtung in Richtung Pullach. 

Herr Höck, Sie wechseln an die Grundschule Pullach. Gefällt es Ihnen in Icking nicht mehr?

Nein, ich war sehr glücklich hier und gehe mit Wehmut. Aber mich hat einfach noch einmal eine neue Herausforderung gereizt. Die neue Schule ist zudem doppelt so groß und ich werde mich nach zehn Jahren in Icking ohne Konrektor und mit Klassenführung nun stärker auf die Aufgaben als Schulleiter konzentrieren können. An der Grundschule Pullach fängt zusammen mit mir eine neue Konrektorin an. Die Schulleitung wird komplett neu aufgestellt. Das finde ich sehr spannend.

Welche Projekte an der Grundschule Icking waren Ihnen in den vergangenen zehn Jahren besonders wichtig?

Schulintern wichtig war die Einführung der jahrgangsgemischten Klasse für die erste und zweite Klasse, in die wir vor rund zehn Jahren fast hineingezwungen wurden. Wir hatten zu wenig Schüler für zwei Klassen und zu viele für nur eine. Aber wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und konnten die flexible Grundschule gut etablieren. Inzwischen schätzen es die Eltern, die Wahlmöglichkeit zwischen kombinierten und reinen Klassen zu haben. Auch für Projekte haben wir den Klassenverband immer wieder aufgelöst und jahrgangsübergreifend gearbeitet. Das hat den sozialen Zusammenhalt sehr gefördert.

Welche Ziele haben Sie noch verfolgt?

Besonders am Herzen lag mir der nachhaltige Ansatz, also die Bildung und Erziehung zur nachhaltigen Entwicklung. Dies begann mit dem Weiterbildungsprojekt „Junge Vordenker-Kinder philosophieren über Themen der Nachhaltigkeit und Zukunftsfragen“. Es umfasst weiterhin den Ausbau des Schulgartens – ich habe selbst die Kräuterschnecke angelegt –, die Dachbegrünung des Fahrradpavillons oder auch, dass wir eine „Plant-for-the-Planet“-Partnerschule geworden sind. Es gehört ebenfalls die Autofrei-Woche dazu, die nun schon zum zweiten Mal durchgeführt wird, heuer vom 3. bis 7. Juni, und noch vieles mehr.

Was wird Ihrer Ansicht nach die Ickinger Grundschule in naher Zukunft beschäftigen?

Ein Zukunftsprojekt ist ganz klar die Offene Ganztagsschule, kurz OGS. Es fehlt an Plätzen für die nachschulische Betreuung. Mit dem Haus der Kinder ist die Gemeinde bereits einen mutigen Schritt gegangen, sodass die Realisierung der OGS aus meiner Sicht nicht so schwierig wird. Ich möchte dieses Projekt noch so gut wie möglich vorbereiten. So wurden unter anderem eine Bedarfserhebung unter den Eltern durchgeführt und Konzeptideen erarbeitet. Mir ist es ein großes Anliegen, dass es ein einheitliches nachschulisches Modell gibt. Ich bin für ein offenes Konzept, das den Eltern entgegenkommt, mit einem ansprechenden Angebot für die Kinder, in das auch die Vereine integriert sind.

Was haben Sie an dieser Schule besonders geschätzt?

Meine Kollegen und ich waren ein stabiles Team. Die Atmosphäre und der Umgang miteinander waren sehr gut. Die sehr engagierten Eltern haben unsere Projekte stets freundlich mitgetragen. Die Ickinger Schule ist zudem ein wunderbarer Ort, ein helles großzügiges Gebäude mit herrlichen Spielflächen. Ich habe es sehr genossen, hier arbeiten zu dürfen.

Gibt es ein besonderes Ereignis, das Ihnen in Erinnerung bleiben wird?

Wir haben uns vor einigen Jahren für jedes unserer Sozialziele Symbole überlegt und diese mit unterschiedlichen Techniken und Materialien in Kunstwerke umgesetzt. Die schmücken seither das Schulhaus. Dies ist bleibend, nicht nur in der Erinnerung.

Was werden Sie am meisten vermissen?

(lacht) Wir haben mit Constanze Fuhrmann eine sehr gute Schulsekretärin und mit Walter Scholz auch einen wunderbaren Hausmeister. Am liebsten würde ich beide einpacken und mitnehmen. Yvonne Zuber

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