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50.000 Euro Sachschaden

Hinterm Steuer eingeschlafen: A95 muss gesperrt werden

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Ein 22-Jähriger hat am Montagmorgen einen schweren Unfall auf der A95 verursacht. Laut Polizei war der Franzose hinterm Steuer eingeschlafen.

Icking – Ein 22 Jahre alter Franzose, der hinterm Steuer seines Autos eingeschlafen war, hat am Montagmorgen auf der A95 einen folgenschweren Unfall verursacht. Laut Verkehrspolizei war der Mann mit seinem Ford Transit gegen 7.30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Schäftlarn und Wolfratshausen in Richtung Süden unterwegs, als ihm kurz die Augen zufielen. Der Ford geriet auf den linken Fahrstreifen und stieß gegen die Seite eines Porsche Cayenne, der von einem Starnberger (32) gelenkt wurde. Die Kollision riss den Franzosen aus dem Schlaf, und er zog sein Fahrzeug wieder auf die rechte Spur. Dabei krachte der Transit gegen das Heck eines Sattelzuges, den ein 51-Jähriger aus dem Landkreis Aichach-Friedberg steuerte. „Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Ford nach links, stieß gegen die Mittelschutzleitplanke, drehte sich um 180 Grad und kam schließlich auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen“, berichtet Hauptkommissar Julius Metz.

Der Franzose wirkte nach dem Unfall auf die Rettungskräfte zwar äußerlich unverletzt, wurde jedoch vorsichtshalber in ein Krankenhaus zu weitergehenden Untersuchungen gebracht. Sein Transit hat nur noch Schrottwert und wurde abgeschleppt. Die Polizei musste die Autobahn in Richtung Garmisch-Partenkirchen für rund zehn Minuten zur Beseitigung diverser Fahrzeugteile komplett sperren. Es bildete sich rasch ein Rückstau von rund fünf Kilometern Länge. Der Verkehr konnte gegen 8 Uhr über den Standstreifen und den rechten Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.

Der Porsche- und der Lkw-Fahrer kamen mit dem Schrecken davon, den Gesamtsachschaden beziffert die Polizei mit 50 000 Euro. Neben einer Streife der Verkehrspolizei Weilheim waren die Feuerwehren Schäftlarn und Neufahrn sowie die Autobahnmeisterei Oberdill im Einsatz. Gegen den Franzosen wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der Straßengefährdung eingeleitet. Er musste nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1400 Euro entrichten.  cce

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